Businessplan

Kurz & einfach erklärt:

Businessplan verständlich & knapp definiert

Der Businessplan stellt die Geschäftsidee eines Unternehmens und deren wirtschaftliche Ausgestaltung dar. Dabei geht der Plan insbesondere auf die aktuelle Marktsituation, Konkurrenten, Alleinstellungsmerkmale und die Gründer des Unternehmens selbst ein.

Ein Businessplan ist ein schriftliches Dokument, indem die Geschäftsidee eines Unternehmens und die wirtschaftliche Ausarbeitung dieser vorgestellt werden. Dadurch sollen vor allem Investoren für Unternehmensgründungen gewonnen werden.

Businessplan: Inhalt und Aufbau

Bisher ist weder in der Wissenschaft noch in der betriebswirtschaftlichen Praxis exakt festgelegt worden, welche Kapitel oder Bestandteile ein Businessplan enthalten muss. Dennoch haben sich in den vergangenen Jahren vor allem im angloamerikanischen Raum Muster entwickelt, die vermehrt auch von deutschen Unternehmern verwendet werden. Durch die fortschreitende Standardisierung ist es für Kapitalgeber deutlich leichter, Pläne verschiedener Unternehmen miteinander zu vergleichen. Behandelt werden unter anderem folgende Themen:

  • Zunächst stellt der Gründer eine Zusammenfassung seines Vorhabens inklusive der wichtigsten Punkte vor.
  • Im Kern einer Unternehmensgründung steht immer eine Geschäfts- oder Produktidee. Dabei wird vor allem der Kundennutzen, auch im Vergleich zu Wettbewerbern, herausgearbeitet.
  • Das Management- bzw. Gründerteam stellt sich inklusive ihrer spezifischen Qualifikationen vor, die für das Vorhaben wichtig sind.
  • Auf Basis von Markt- und Branchendaten wird ein tieferer Einblick zu Kunden und Konkurrenten geliefert.
  • Auch die Marketingstrategie und die anschließenden Vertriebsmöglichkeiten werden erörtert.
  • Gewählte Rechtsform, Gesellschaftersituation und andere formale Punkte werden ebenfalls beschrieben.
  • Zum Businessplan gehört außerdem eine detaillierte Finanzplanung, welche die Liquiditätsplanung und eine Gewinn- und Verlustrechnung sowie den Kapitalbedarf aufführt.
  • Potentiellen Investoren werden abschließend alle Risiken aufgezeigt. Dazu zählen auch Angaben über alternative Entwicklungen durch Best-case- und Worst-case-Szenarien.


Manche Investoren verlangen zudem, dass ein Ablaufplan in den Geschäftsplan integriert wird. Allerdings ist dieser kein zwingender Bestandteil, weil er häufig aktualisiert und überarbeitet wird.

Sinn und Zweck eines Businessplans

In erster Linie dient der Businessplan dazu, Kapital für die eigene Geschäftsidee zu generieren. Beispielsweise verlangen fast alle Banken bei der Vergabe von Gründungsdarlehen, dass ein entsprechender Plan vorgelegt wird. Aber auch Eigenkapitalgeber sind an den im Businessplan aufgelisteten Informationen und Erläuterungen interessiert.

Darüber hinaus erstellen Unternehmer einen Businessplan aber auch für interne Zwecke. Denn beispielsweise kann einige Jahre nach der Unternehmensgründung verglichen werden, ob etwa die Zielwerte für den Umsatz wirklich erreicht worden sind. Zudem hilft der Plan dem Existenzgründer, eine Orientierung und klare Struktur für die Umsetzung der eigenen Geschäftsidee zu entwickeln.

Businessplan – Definition & Erklärung – Zusammenfassung

  • Im Businessplan wird die Geschäftstätigkeit eines Unternehmens vollumfänglich dargestellt
  • Dabei hat sich ein fester Aufbau in der Praxis etabliert, der unter anderem die Geschäftsidee, Marketingstrategien und die Finanzierung umfasst
  • Ziel des Plans ist es, externe Kapitalgeber zu finden und die interne Organisation der Geschäftsgründung zu vereinfachen

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Themen: Wirtschaft

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