Fertigungsablaufplanung

In welcher Weise Produkte letztlich hergestellt werden sollen, klärt die Fertigungsablaufplanung. Unterschieden werden die Planung von Fertigungsverfahren und die kurzfristige Ablaufplanung.


Planung von Fertigungsverfahren

Zunächst werden zwei Organisationstypen in der Fertigung unterschieden:



  • Fließfertigung = klassische Fließbandproduktion
  • Werkstattfertigung = in Gruppen organisierte Arbeitsgänge inklusive Lagerung

Des Weiteren können Fertigungstypen als Unterscheidungsmerkmal betrachtet werden. Hier werden wiederum die drei Bereiche




unterschieden.

Kurzfristige Ablaufplanung

Unternehmen, die in Einzel- bzw. Serienfertigung Produkte herstellen, können nicht auf eine langfristige Produktionsplanung zurückgreifen. Kundenaufträge werden hier flexibel angenommen und müssen entsprechend dynamisch koordiniert werden.


Die Koordination von Aufträgen wird wie folgt durchgeführt:


  • mengenmäßig durch die Losgrößenplanung (Fertigstellung der Aufträge in einem Gang oder in Etappen?)
  • zeitlich durch die Durchlaufterminierung (Planung der Arbeitsgänge im Voraus) sowie
  • auslastungsmäßig durch die Kapazitätsterminierung

Auftretende Engpässe in den drei Bereichen führen dazu, dass sich die Auslieferung beim Kunden verzögert.


Deshalb sind erstrebenswerte Ziele:


  • Maximierung der Kapazitätsauslastung, der Qualitätsstandards sowie der Liefertreue
  • Minimierung der Kapitalbindung bei der Produktion sowie von Durchlaufzeiten

Zielkonflikte entstehen auch hier zwangsläufig - die Kapazitätsauslastung geht wahrscheinlich wiederum auf Kosten der Produktionsqualität.

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