Bullenmarkt

Kurz & einfach erklärt:

Bullenmarkt verständlich & knapp definiert

Der Bullenmarkt ist ein Aktienmarkt, der über einen längeren Zeitraum steigende Kurse verbucht. Dadurch steigt das Vertrauen der Anleger in Wertpapiere und es werden mehr Investitionen getätigt. Dabei ist der Bulle das Symbol, weil er mit seinen Hörner von unten nach oben angreift und deswegen die steigenden Kurse symbolisiert.

Der Bullenmarkt ist das Gegenteil des Bärenmarkt

Symbol des Bullenmarktes zwischen steigenden Kursen
Der Bulle symbolisiert an der Börse steigende Kurse

es und bezeichnet im Wertpapierhandel über einen längeren Zeitraum steigende Kurse. Als Bullen werden Anleger bezeichnet, welche mit der Hoffnung in eine Aktie investieren, dass ein Aufschwung zu erwarten ist.

Bulle und Bär sind die Wahrzeichen des Wertpapierhandels und oftmals als Statuen vor Börsengebäude zu finden. Der Bulle, als Zeichen für ansteigende Kurse, wurde aufgrund seiner Angriffshaltung zum Symbol im Aktienhandel.

Das Tier greift mit seinen Hörnern immer von unten nach oben an und steht so als Symbol für einen aufsteigenden Aktienmarkt.

Beginn und Ende einer Hausse

Der Zyklus eines Bullenmarktes geht immer mit einem gesteigerten Vertrauen der Anleger einher. Höhere Investitionen in Wertpapiere lassen die Kurse steigen. Das Ende eines Bullenmarktes ist dagegen jedoch sehr schwer abzuschätzen und auch von Analysten kaum vorherzubestimmen. Überraschende Ereignisse können für einen Crash sorgen und somit den Zeitraum einer Hausse in kurzer Zeit beenden.

Häufig verwendete Begriffe im Bullenmarkt


  • Hausse: Das Wort Hausse kommt aus dem französischen und steht für Anstieg und Steigerung. Der Lebenszyklus eines Bullenmarktes wird Hausse genannt.
  • Boom: Steigen über einen kurzen Zeitraum die Aktienkurse stark an, bezeichnet man dies als Boom.
  • Korrektur: Kurzzeitig sinkende Kurse während eines Bullenmarktes werden als Korrektur bezeichnet.

„Die Hausse nährt die Hausse“

Dieses Sprichwort bezieht sich auf die Eigendynamik, die fortlaufend steigende Notierungen entwickeln. Hält sich ein Anleger anfangs von einem Bullenmarkt fern und steigt erst mit steigenden Kursen in den Aktienhandel ein, so kann dieser Aufwärtstrend eine geraume Zeit aufrechterhalten werden. Die Kurse steigen weiter, je mehr Anleger in die Aktie investieren.

Bullenmarkt – Zusammenfassung


  • Vertrauen der Anleger in Wertpapiere steigt, mehr Investitionen werden getätigt
  • Ein Bullenmarkt kann sich auf Börsensegmente, Aktien einer bestimmten Branche oder einem gesamten Index beziehen.
  • Die Zeiträume von Bullenmärkten sind in der Regel kürzer als die von Bärenmärkten.
  • Spekulationen können einen Bullenmarkt künstlich erzeugen (meist nur von kurzer Dauer).

5.0 / 5  (1 vote)
Themen: Börse

Weiterführende Artikel:

Emission: Unter Emission ist im betriebswirtschaftlichen Sinne die Ausgabe von Aktien und anderen Wertpapieren zu verstehen. Die Platzierung dieser ...


Aktienindex: Ein Aktienindex ist eine Kennzahl, welche die Entwicklung ausgewählter Aktienkurse widerspiegelt. Der Index soll die Entwicklung ...


Bezugsverhältnis: Das Bezugsverhältnis stellt im Aktienrecht ein Verhältnis dar, in dessen Umfang ein Anteilseigner junge Aktien zu seinen ...


Bookbuildungverfahren: Das Bookbuilding-Verfahren (zu Deutsch Orderbuch-Verfahren) ist ein Emissionsverfahren, mit dessen Hilfe die Ausgabe von ...


Börsengesetz: Das deutsche Börsengesetz (BörsG) regelt den geschäftlichen Verkehr an der Börse. Es betrifft ausschließlich ...


Branchenfonds: Branchenfonds sind Investmentfonds, die das Kapital der Anleger überwiegend in Aktien eines bestimmten Wirtschaftszweiges ...