Anteilschein

Kurz & einfach erklärt:

Anteilschein verständlich & knapp definiert

Ein Anteilschein verbrieft einen Anspruch auf Teilhabe am Sondervermögen einer Investmentgesellschaft, in der Regel also eines Investmentfonds. Dabei sind die Gesellschaften dazu verpflichtet, einen ausgegebenen Anteilschein jederzeit wieder gegen Zahlung des entsprechenden Anteils des Sondervermögens wieder zurückzunehmen.

Der Anteilschein ist eine Wertpapierurkunde, welche einen Anteil am Vermögen der ausgebenden Kapitalgesellschaft verbrieft.


Der Anteilschein ist ein Besitztitel, welcher vom Anleger erworben wird und mit Rechten verbunden ist. Ein Anteilschein belegt den anteiligen Nennbetrag, welcher vom Anleger am Grundkapital des ausgebenden Unternehmens erworben wurde.

Anteilschein des Sondervermögens einer Investmentgesellschaft

 

Anteilschein liegt auf Tisch
Ein Anteilschein ist eine Wertpapierurkunde

Konkret zum Einsatz kommt der Anteilschein vor allem dann, wenn Anteile an einem Fonds gekauft werden. In diesem Fall verbriefen die Scheine einen bestimmten Anteil am Vermögen der Investmentgesellschaft, genauer gesagt des Sondervermögens. Bei diesem Sondervermögen handelt es sich um das Kapital, das Anleger dem Fonds zum Kauf bestimmter Wertpapiere überlassen haben.
Es ist möglich, einen solchen Anteilschein zu übertragen, wobei sich ein entsprechender Abnehmer hierfür finden muss. Gerade die Anteilscheine größerer und bekannterer Fonds bzw. Fondsgesellschaften lassen sich in der Regel auch an der Börse handeln.

Grundsätzlich muss die Fondsgesellschaft den Anteilschein aber ebenfalls zurücknehmen und dafür entsprechend den aktuellen Kurs zahlen. Zudem hat der Inhaber des Scheins einen Anspruch auf die Beteiligung am Ertrag des Fonds und die ordnungsgemäße Verwaltung des Sondervermögens.

Was ist ein Anteilschein wert?

Fondsgesellschaften geben meist tausende Anteilscheine aus. Schließlich sammeln sie das Kapital vieler Anleger und investieren dieses dann entsprechend der Konzeption des Fonds in unterschiedlichste Finanzinstrumente. Der Wert jedes einzelnen Anteilscheins berechnet sich rein mathematisch als:

Anzahl der Anteilscheine / Sondervermögen der Fondsgesellschaft = Wert eines einzelnen Anteilscheins Die entscheidende Determinante für den Wert des Sondervermögens ist wiederum die Wertentwicklung der erworbenen Finanzinstrumente. Ein Beispiel: Ein Fonds investiert das Kapital der Anleger in die 30 DAX-Unternehmen. Weil die deutsche Wirtschaft aktuell stark ist und wächst, steigen auch die Aktienkurse der Unternehmen. Betrug das Sondervermögen des Fonds zu Beginn noch 100 Millionen Euro, so sind es jetzt bereit 110 Millionen Euro. Damit hat sich der Wert jedes Anteilscheins – sofern sich deren Anzahl nicht verändert hat – um 10 Prozent erhöht.

Anteilschein – Definition & Erklärung – Zusammenfassung

  • Ein Anteilschein berechtigt zur Teilhabe am Sondervermögen einer Investmentgesellschaft
  • In der Regel handelt es sich hierbei um Fondsanteile
  • Inhaber eines Anteilscheins haben Anspruch auf erwirtschaftete Erträge des Fonds

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Themen: Börse

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