Finanzinstrument

Kurz & einfach erklärt:

Finanzinstrument verständlich & knapp definiert

Finanzinstrumente sind wichtige Helfer im Finanzgeschäft. Ob nun Wertpapiere, Zinsen, Devisen, Derivate oder andere Instrumente, ohne sie wäre ein Handel auf dem Finanzmarkt gar nicht möglich.

Finanzinstrumente bezeichnen Verträge, die auf der einen Seite den finanziellen Vermögenswert haben und auf der anderen Seite eine finanzielle Verbindlichkeit. Finanzinstrumente dürfen gemäß Kreditwesengesetz nur von Kreditinstituten gewerbsmäßig verwendet werden.

Finanzinstrumente nach dem Kreditwesengesetz

Im Kreditwesengesetz ist geregelt welchen Geschäfte Banken nachgehen dürfen und bei denen Sie Finanzinstrumente nutzen können. Im Einzelnen sind dies:


  • Kreditgeschäfte: Vergabe von Darlehen Akzeptkrediten.
  • Pfandbriefgeschäft: Geschäfte nach dem Pfandbriefgesetz.
  • Einlagengeschäft: Einlagen fremder Gelder und anderer unbedingt rückzuzahlende Gelder.
  • Diskontgeschäft: Der Ankauf von Schecks und Wechseln.
  • Depotgeschäft: Verwaltung und Verwahrung von Wertpapieren für Dritte.
  • Finanzkommissionsgeschäft: Veräußerung und Anschaffung von Finanzinstrumenten für Dritte.
  • Garantiegeschäft: Gewährleistungen, Bürgschaften und Garantien für Dritte übernehmen.
  • Emmisionsgeschäft: Übernahme von Finanzinstrumenten auf eigenes Risiko.
  • Einzugsgeschäfte: Ausgabe von Reisechecks, bargeldlose Scheckeinzüge und Wechseleinzüge.
  • Wertpapiergeschäft: An- und Verkauf von Aktien, Anleihen, Genussscheinen, Inhaberschuldverschreibungen, Investmentvermögen oder Vermögensanlagen.

Einteilung nach internationaler Rechnungslegung

In dem International According Standard 39 (IAS 39, Rechnungslegungsvorschriften) wird geregelt, wie die Bewertung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten zu erfolgen hat. Er ist eine verpflichtende EU-Bilanz- und Berichtsregel. Nach diesem Standard können Finanzinstrumente eingeteilt werden. Unterteilt wird dabei in drei Kategorien: Eigenkapitalinstrumente, finanzielle Verbindlichkeiten und finanzielle Vermögenswerte.

Finanzinstrument – Zusammenfassung

  • Finanzinstrumente bezeichnen Geschäfte die finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten vertraglich regeln.
  • Dürfen nur von Kreditinstituten gewerbsmäßig verwendet werden.
  • Banken und Unternehmen sind verpflichtet Finanzinstrumente nach dem IAS 39 zu bewerten und in die Bilanz aufzunehmen.

 

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Themen: Börse

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