Fondsgesellschaften

Kurz & einfach erklärt:

Fondsgesellschaften verständlich & knapp definiert

Fondsgesellschaften binden das Kapital ihrer Anleger in Investmentfonds und verwalten diese. Weitere Aufgaben sind Anlageberatung und andere. Fondsgesellschaften müssen das in ihre Fonds investierte Kapital als Sondervermögen verwalten, also auf einer unabhängigen Bank belassen.

Eine Fondsgesellschaft ist ein Finanzinstitut, das Kapital von Investoren in Investmentfonds anlegt und diese verwaltet. Eine Fondsgesellschaft übernimmt auch Kapitaldienstleistungen wie beispielsweise Anlageberatung.


Anleger, die in einen Investmentfonds einer Fondsgesellschaft investieren, erhalten Anteilsscheine, wodurch ihnen einen Anteil am Sondervermögen des Fonds quittiert wird. Anleger sollten die Transparenz der Fondsgesellschaft beobachten. Wenn die Fondsgesellschaft regelmäßig über die Entwicklung und den Kapitalmarkt berichtet, ist das für den Anleger ein Zeichen, dass die Fondsgesellschaft sich intensiv mit ihrem Angebot auseinandersetzt.

Welche Fondsarten verwenden Fondsgesellschaften?

Fondsgesellschaften unterscheiden grundsätzlich zwischen zwei Fondsarten:


  • Publikumsfonds
    Bei diesen Investmentfonds gibt es mindestens neun Aktionäre. Außerdem muss ein Publikumsfonds seine Anteile frei zugänglich anbieten. Das bedeutet, dass jede am Wertpapierhandel beteiligte Person in diesen Fonds investieren kann.

  • Spezialfonds
    Diese Form von Fonds steht nur institutionellen Anlegern offen. Die maximale Anzahl der Anleger und das gewünschte Anlagekapital sind in einem Spezialfonds begrenzt und werden vor Ausgabe des Fonds festgelegt. Ein weiterer großer Unterschied im Vergleich zum Publikumsfonds ist das Mitspracherecht. Anleger von Spezialfonds dürfen bei Anlageentscheidungen mit entscheiden.

Fondskapital ist Sondervermögen

Fondsgesellschaften legen Investmentfonds auf, emittieren und verwalten diese. Allerdings dürfen sie das angelegte Kapital nicht ihrem eigenen Vermögen zuordnen. Fondskapital ist als Sondervermögen zu sehen. Deshalb muss es bei von dieser Fondsgesellschaft unabhängigen Depotbank geführt und verwaltet werden. Diese Depotbanken nehmen auch die Aufgabe der Abrechnung von Käufen und Verkäufen wahr. Im Falle einer Insolvenz der Fondsgesellschaft ist das Kapital der Anleger durch die Verwaltung als Sondervermögen geschützt.

Was macht Investmentfonds attraktiv?

In Deutschland sagt die Gesetzgebung, dass ein Investmentfonds mindestens 16 verschiedene Wertpapiere im Depot haben muss. Nach oben hin gibt es keine Begrenzung. Für Anleger hat dies den Vorteil, mit einer Investitionssumme in viele verschiedene Unternehmen zu investieren. Ein Investmentfonds hat zudem den Vorteil, in der Regel ein geringeres Risiko zu haben, da sich die Investition auf verschiedene Unternehmen verteilt und somit auch das Risiko gering gehalten wird.

Fondsgesellschaften – Zusammenfassung

  • Fondsgesellschaften bieten Investmentfonds an.
  • In Fonds angelegtes Kapital zählt zum Sondervermögen und muss vom Vermögen der Fondsgesellschaft getrennt verwaltet werden.
  • Publikumsfonds sind für alle zugänglich, Spezialfonds nur für institutionelle Anleger.

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Themen: Börse

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