Agile Softwareentwicklung

Kurz & einfach erklärt:

Agile Softwareentwicklung verständlich & knapp definiert

Die agile Softwareentwicklung zeichnet sich durch Flexibilität während des Entwicklungsprozesses aus. Diese wird dadurch erreicht, dass nicht erst das fertige Produkt an den Kunden geliefert wird, sondern bereits funktionierende Teile vom Kunden getestet und genehmigt werden und folglich darauf weiter aufgebaut werden kann. Außerdem kann die Bürokratie während der Entwicklung simpel gehalten werden, indem die Entwicklerteams selbstorganisierend sind.

Der Begriff agile Softwareentwicklung beschreibt den Einsatz von Agilität in der Entwicklung von Software-Lösungen. Je nach Anwendungsgebiet können damit einzelne Teilbereich oder der gesamte Entwicklungsprozess gemeint sein. Ziel ist es aber immer, mit möglichst wenig Aufwand, wenigen Regeln und einem iterativen Vorgehen auszukommen.

Ablauf der agilen Softwareentwicklung (Iteration)

Grundlagen agiler Softwareentwicklung

Es existiert ein agiles Manifest, das insgesamt zwölf Prinzipien für die agile Softwareentwicklung auflistet. Zu den grundlegenden Faktoren zählen dabei ständiger Kontakt mit dem Kunden und ein hohes Maß an interner Kommunikation. Zudem werden alle Projekte in Iteraions – ein- bis zweiwöchige Arbeitsphasen – unterteilt. Diese Phasen sind durch festgelegte Aufgaben und abschließende Meetings gekennzeichnet.

Darüber hinaus basiert der Entwicklungsprozess auf einer klaren Projektdefinition, die auch unter Zeitdruck nicht verändert wird. Lediglich wenn sich die Wünsche des Kunden ändern, greift das Projektmanagement ein. Dabei werden allerdings nicht aktuelle Aufgabenpläne abgeändert, sondern die jeweils nachfolgenden Iterations entsprechend gebrieft.

Vor- und Nachteile agiler Softwareentwicklung

Agile Prozesse benötigten weniger Zeit und Planungsspannen als die herkömmliche Entwicklung von Software. Dadurch können Unternehmen letztlich Kosten einsparen. Zudem reagiert die agile Softwareentwicklung schnell und flexibel auf Veränderungen, was sowohl marktspezifische als auch allgemeine Anforderungen anbelangt.

Allerdings müssen auch für agile Projekte gewisse Budgets oder Deadlines festgelegt werden, um einen groben Rahmen für die Arbeit vorzugeben. Darüber hinaus hängt der Erfolgt agiler Softwareentwicklung maßgeblich von der Zusammenarbeit im Team ab. Nur wenn dieses gut eingespielt ist, bringt die agile Entwicklung wirkliche Vorteile mit sich.

Grenzen von agiler Softwareentwicklung

Die agile Softwareentwicklung stößt vor allem dann an ihre Grenzen, wenn Management und Entwickler unterschiedliche Vorstellungen über das Projekt haben. Wenn sich die Entwickler beispielsweise zu Beginn auf die Qualität der Software fokussieren, können unter Umständen die Vorstellungen der Geschäftsführung bezüglich der Geschwindigkeit nicht mehr eingehalten werden.

Zudem ist Agilität nicht sinnvoll, wenn es sich um sehr kleine oder bereits vertraute Projekte handelt. Dann sind die existierenden Arbeitsabläufe bereits hocheffizient, Veränderungen würden hier keine Kosten- oder Zeitvorteile erbringen. Zudem sorgen vor allem Veränderungen im Team dafür, dass Projekte zeitlich nicht mehr genau planbar sind. Denn die individuelle Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter wird bei der agilen Softwareentwicklung vernachlässigt und durch abstrakte Punktzahlen ersetzt. Verlässt also ein leistungsstarker Mitarbeiter ein Team, kann die agile Softwareentwicklung den Effekt auf das Projekt kaum prognostizieren.

Agile Softwareentwicklung – Definition & Erklärung – Zusammenfassung

  • Ziel der agilen Softwareentwicklung ist es, mit möglichst wenig Aufwand und Regeln für effiziente Lösungen zu sorgen
  • Dies soll insbesondere durch ein hohes Maß an Kommunikation erfolgen

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Themen: Wirtschaft

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