Wirtschaftsforschungsinstitute

Kurz & einfach erklärt:

Wirtschaftsforschungsinstitute verständlich & knapp definiert

Wirtschaftsforschungsinstitute untersuchen konjunkturelle und allgemeine, wirtschaftliche Zusammenhänge – auf einem gesamtwirtschaftlichen Niveau. Die Institute dienen daher oftmals als Berater von Regierungen, wenn beispielsweise neue Steuergesetze erlassen werden sollen. Finanziert werden die Institute entweder vom Staat oder privaten Organisationen wie Parteien.

Wirtschaftsforschungsinstitute befassen sich mit grundlegenden Wirkungszusammenhängen in der Volkswirtschaft. Dabei arbeiten sie empirisch und versuchen, mögliche Entwicklungen der Wirtschaft zu prognostizieren.

Aufgaben von Wirtschaftsforschungsinstituten

Wirtschaftsforschungsinstitute sind Forschungseinrichtungen. Sie befassen sich mit aktuellen ökonomischen Fragestellungen und erforschen diese. Dabei arbeiten heute alle Institute empirisch und erheben hierfür zehntausende Daten. Beispielsweise erforschen die Institute, wie sich Konjunkturschwankungen auf Wachstum und Beschäftigung auswirken. Auch die Einführung des Mindestlohns wurde zuvor von Forschungsinstituten untersucht.

Ziel der Institute selbst ist es dabei immer, ein rein wissenschaftliches und objektives Ergebnis publizieren zu können. Die Interpretation und Anwendung der Ergebnisse ist oft Aufgabe der Politik oder Regierung. So nutzt die Bundesregierung die Untersuchungen zahlreicher Wirtschaftsforschungsinstitute, um etwa bei der Steuergesetzgebung oder Subventionen präziser arbeiten zu können.

Finanzierung der Institute

Theoretisch sollen Wirtschaftsforschungsinstitute unabhängig arbeiten, um komplett unverfälschte Ergebnisse liefern zu können. Allerdings entstehen hierbei oft Zielkonflikte, die in Zusammenhang mit der Finanzierung der Organisationen stehen:

  • Wirtschaftsforschungsinstitute können sowohl privat als auch staatlich finanziert werden.
  • Bei privaten Finanzierungen neigen die Institute dazu, in den Forschungsergebnissen die politische Meinung des Geldgebers abzubilden.
  • Beispielsweise gibt es einige, arbeitgebernahe Institute und solche, die auf Seiten der Gewerkschaften stehen.


Die fünf größten Institute in Deutschland sind:
Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW); Ifo Institut für Wirtschaftsforschung e. V., Institut für Weltwirtschaft (IfW), Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) und Rheinisch-Westfälisches Institut für Wirtschaftsforschung (RWI).

Wirtschaftsforschungsinstitute – Definition & Erklärung – Zusammenfassung

  • Wirtschaftsforschungsinstitute befassen sich mit aktuellen ökonomischen Fragestellungen
  • Sie nutzen empirische Auswertungen, um Zusammenhänge in der Konjunktur deutlich machen zu können
  • Finanziert werden sie entweder vom Staat oder aus privater Hand (Parteien, NGOs)

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Themen: Wirtschaft

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