Hedgefonds

Kurz & einfach erklärt:

Hedgefonds verständlich & knapp definiert

Hedgefonds beschreibt eine Gruppe von Investmentfonds, mit einer flexiblen und aktiven Verwaltung. Auf der einen Seite kann man, unabhängig vom Börsenumfeld, hohe Renditen erzielen, auf der anderen Seite weisen Hedgefonds ein sehr hohes Rsiko auf.

Hedgefonds haben spekulativen Charakter und sind daher sehr risikobehaftet. Der Unterschied zwischen Banken und Hedgefonds ist, dass Banken mit eigenem Geld arbeiten, Hedgefonds jedoch nur mit Fremdkapital.

Klassisch kauft sich der Hedgefonds in fremde Unternehmen ein und profitiert vom Wertzuwachs des Unternehmens. Die Beteiligungen sind jedoch nur kurzfristig, sobald ein idealer Wertzuwachs erreicht wurde, wird schon wieder verkauft.

Hedgefonds nutzen alle Möglichkeiten des Aktienmarkts

Hedgefonds sind in der Lage im Gegenteil zu Rentenfonds oder Aktienfonds die komplette Möglichkeit zu nutzen, welche der Aktienmarkt einem bietet. Das Ziel von Hedgefonds ist es, unabhängig von der Aktienmarktentwicklung konstante positive Erträge zu erwirtschaften. So könnte man bei Hedgefonds auf fallende Kurse spekulieren und damit Gewinn erwirtschaften.

 

In den Jahren 2000 bis 2003 und 2008 konnten mit Hedgefonds sehr große Renditen erzielt werden. Hedgefonds können sich auch am Gütermarkt oder Rohstoffmarkt engagieren, damit werden sie unabhängiger vom Aktienmarkt und sie sind somit wesentlich flexibler als Investmentfonds, Immobilien, Renten oder Aktien.

Hedgefonds haben ein wesentlich höheres Risiko

Hedgefonds unterliegen keinen Anlagerichtlinien und können somit alle Formen in der Kapitalanlage nutzen. Sie haben aber auch ein höheres Risiko als normale Fonds. Dadurch haben sie den Vorteil, ein viel breiter gefächertes Spektrum zu bieten. Auch eine Anlage in Rentenpapieren oder Aktien und Futuregeschäften oder Optionsgeschäften ist ohne Einschränkungen möglich.

 

Manche spekulieren sogar auf Kredite. Mit Hedgefonds kann auch über längere Zeiträume disponiert werden, die Bindungszeiten variieren dabei zwischen einigen Monaten und Jahren. Der Fachmann unterscheidet zwischen fünf Hedgefonds-Strategien, der Long Short Equity, den Arbitage-Geschäften, Event Driven, Systematic Trend Followers und Global Macro.

Wenig Eigenkapital und viel Spekulation

Für Hedgefonds typisch ist ein geringer Kapitaleinsatz, Manager halten den Eigenkapitalanteil eher gering und spekulieren dann auf Kredit, das vervielfacht den Gewinn durch Hebelwirkung. Geht es jedoch schief, ist das aufgrund des geringen Eigenkapitals meistens das Aus für den Hedgefonds. Kurzfristig waren Hedgefonds von der Politik sogar verboten, da die Leerverkäufe den Kursverfall mancher Aktien sogar beschleunigen könnten.

5.0 / 5  (1 vote)
Themen: Börse

Weiterführende Artikel:

Emission: Unter Emission ist im betriebswirtschaftlichen Sinne die Ausgabe von Aktien und anderen Wertpapieren zu verstehen. Die Platzierung dieser ...


Aktienindex: Ein Aktienindex ist eine Kennzahl, welche die Entwicklung ausgewählter Aktienkurse widerspiegelt. Der Index soll die Entwicklung ...


Bezugsverhältnis: Das Bezugsverhältnis stellt im Aktienrecht ein Verhältnis dar, in dessen Umfang ein Anteilseigner junge Aktien zu seinen ...


Bookbuildungverfahren: Das Bookbuilding-Verfahren (zu Deutsch Orderbuch-Verfahren) ist ein Emissionsverfahren, mit dessen Hilfe die Ausgabe von ...


Börsengesetz: Das deutsche Börsengesetz (BörsG) regelt den geschäftlichen Verkehr an der Börse. Es betrifft ausschließlich ...


Branchenfonds: Branchenfonds sind Investmentfonds, die das Kapital der Anleger überwiegend in Aktien eines bestimmten Wirtschaftszweiges ...