Geldwäsche

Kurz & einfach erklärt:

Geldwäsche verständlich & knapp definiert

Geldwäsche ist ein weltweites Problem. Die internationalen Wirtschafts- und Strafverfolgungsbehörden haben sehr viel zu tun, um gegen Geldwäsche vorzugehen. Die Vorgehensweisen zeigen mittlerweile immer größere Erfolge.

Geldwäsche hat das Ziel, die illegale Herkunft von Geldern zu verschleiern und es so vor Finanz- und Strafverfolgungsbehörden zu verbergen. So sollen Gewinne der Schattenwirtschaft in die legale Wirtschaft überführt werden. Geschätzt wird, dass zwischen zwei und fünf Prozent des weltweiten Bruttoinlandsproduktes aus illegalen Quellen besteht.

Allgemeine Vorgehensweise

Im Allgemeinen lassen sich drei Schritte erkennen, nach denen eine Geldwäsche vorgenommen wird:


  • 1. Schritt – Placement  (Einspeisung):
    Mit Placement wird die Einspeisung von illegalem Bargeld in den legalen Wirtschaftskreislauf genannt. Um nicht aufzufallen, wird das Geld in kleine Beträgen auf Konten eingezahlt oder in Vermögensgegenstände wie Luxusartikel oder Wertpapiere, die sich schnell wieder verkaufen lassen, investiert.
  • 2. Schritt – Layering (Verschleierung):
    Mit diesem Schritt soll die Herkunft des Geldes verschleiert werden. Um die illegalen Spuren des Geldes zu verwischen, wird es in vielen Transaktionen hin und hergeschoben. Als Transaktionsmittel werden Scheingeschäfte mit Scheingeschäften in anderen Ländern oder Auslandstransaktionen mit Offshore Banken verwendet. In diesem Schritt ist die Bestechung von Beamten sehr groß.
  • 3. Schritt Integration:
    Wie der Begriff schon andeutet, wird in diesem Schritt das gewaschene Geld in die legale Wirtschaft integriert. Da es nach außen hin so aussieht, als sei das Geld Ergebnis einer rechtmäßigen Geschäftstätigkeit, wird dies auch für den legalen Erwerb von Immobilien, Versicherungen und Firmenanteilen verwendet.

Bekämpfung von Geldwäsche

Die meisten Staaten der Welt haben ein berechtigtes Interesse daran, gegen Geldwäsche vorzugehen. Sie sorgt für beträchtliche volkswirtschaftliche Schäden und unterwandert die Autorität der staatlichen Finanzverwaltungen. Um Geldwäsche zu erkennen und zu bekämpfen, gibt es mehrere Vorgehensweisen:


  • Kontenüberwachung
    Erregt ein Konto oder eine Transaktion den Verdacht der Geldwäsche, sind Banken dazu verpflichtet diese zu Überwachen und die jeweilige zuständige Behörde zu informieren.
  • Verdächtige Transaktionen melden
    Nicht nur Banken haben die Pflicht, verdächtige Transaktionen zu melden. Rechtsanwälte, Notare, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater haben ebenfalls die Verpflichtung zur Anzeige, allerdings nur, wenn sie nicht rechtsberatend für diese Person tätig sind, da ansonsten die Schweigepflicht greift.
  • „Know your Customer“ – Prinzip
    Sie ist die wichtigste Vorgehensweise in der Geldwäschebekämpfung. Dieses Prinzip soll anonyme Transaktionen unmöglich machen. Aus diesem Grund sind Versicherungen, Anwälte, Steuerberater und Banken verpflichtet, die Kundenidentität zu überprüfen.

Geldwäsche – Zusammenfassung

  • Geldwäsche sorgt für hohe volkswirtschaftliche Schäden.
  • Gewinne aus illegalen Aktivitäten sollen nach außen hin als legaler Gewinn erkannt werden.
  • Der größte Teil von illegalen Geldern kommt aus dem Drogenhandel.

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Themen: Börse

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