Faktoreinkommen

Kurz & einfach erklärt:

Faktoreinkommen verständlich & knapp definiert

Faktoreinkommen erhalten Wirtschaftssubjekte für die Überlassung gesamtwirtschaftlicher Produktionsfaktoren. Hierzu gehören Kapital, Arbeit und Boden, die jeweils mit Gewinn, Lohn und Pacht bezahlt werden.

Faktoreinkommen sind eine Größe der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung. Sie bezeichnen die Kosten, die für die Nutzung gesamtwirtschaftlicher Produktionsfaktoren anfallen.

Faktoreinkommen einfach erklärt

In der Volkswirtschaftslehre wird von drei gesamtwirtschaftlichen Produktionsfaktoren ausgegangen. Als Gegenwert für die Nutzung dieser Faktoren entstehen wiederum die Faktoreinkommen:

  • Arbeit: Unternehmen zahlen für den Faktor Arbeit ein Faktoreinkommen in Form von Löhnen und Gehältern. Diese fließen wiederum an die Arbeiter selbst, die ihre Arbeitskraft als Produktionsfaktor anbieten.
  • Boden: Auch Boden ist ein solcher Produktionsfaktor. Hierfür müssen wiederum Mieten und Pachten bezahlt werden, die den Bodenbesitzern als Faktoreinkommen zufließen.
  • Kapital: Unter Kapital werden insbesondere Maschinen, Gebäude und andere Produktionsmittel zusammengefasst. Hierfür erhalten die Besitzer dieser Produktionsfaktoren wiederum Unternehmensgewinne.

Arten von Faktoreinkommen

Faktoreinkommen werden sowohl nach den oben bereits beschriebenen Merkmalen unterschieden, als auch nach dem Zeitpunkt der Zahlung. Von einem sogenannten Kontrakteinkommen ist zu sprechen, wenn das Faktoreinkommen im Voraus durch einen Vertrag festgelegt wird. Beispielsweise unterschreiben Arbeitgeber und Arbeitnehmer einen Arbeitsvertrag, der klar definiert, wie viel Lohn oder Gehalt der Arbeitnehmer erhält.

Hingegen ergeben sich Residualeinkommen als Restgröße eines bestimmten Abrechnungszeitraums. So werden in Unternehmen beispielsweise erst alle Kosten und Erträge ermittelt und dann verrechnet, bis ein Unternehmensgewinn als „Restgröße“ verbleibt. Dieses Faktoreinkommen kann somit erst immer im Nachhinein bestimmt werden.

Faktoreinkommen – Definition & Erklärung – Zusammenfassung

  • Faktoreinkommen fallen für die Überlassung gesamtwirtschaftlicher Produktionsfaktoren an
  • Unterschieden wird zwischen Löhnen und Gehältern (Arbeit), Mieten und Pachten (Boden) sowie Gewinnen (Kapital)

0.0 / 5  (0 votes)
Themen: Wirtschaft

Weiterführende Artikel:

Absatz: Mit dem Terminus Absatz wird die durch ein Unternehmen von einem Gut oder einer Dienstleistung in einer bestimmten Zeitspanne ...


Vermögen: Unter den Begriff Vermögen fallen alle Güter und Rechte, die Unternehmen, Privathaushalte und der Staat besitzen. Diese Kategorie ...


Abgrenzung (zeitlich): Eine Abgrenzung in zeitlicher Hinsicht erfolgt, um die Erfolgsermittlung (Gewinne, Verluste) periodengerecht durchführen zu ...


Accounting: Unter Accounting ist die systematische Erfassung und Überwachung der in einem Unternehmen entstehenden Geld- und Leistungsströme ...


Akkordlohn: Der Akkordlohn wird auf Basis des Mengenergebnisses pro Zeiteinheit vergeben. Dabei ist zwischen Zeit- und Geldakkord zu unterscheiden, ...


Aktivkonto: Mit dem Begriff Aktivkonto wird in der Betriebswirtschaftslehre ein Bestandskonto bezeichnet, das sich aus einer Unternehmensbilanz ableiten ...