Erwerbswirtschaftliches Prinzip

Kurz & einfach erklärt:

Erwerbswirtschaftliches Prinzip verständlich & knapp definiert

Das erwerbswirtschaftliche Prinzip erhebt die Gewinnerzielung und -maximierung zum Ziel eines Betriebes. Es steht somit in Kontrast zu dem sogenannten Non-Profit Ziel, das viele Unternehmen ihrerseits ausgeben.

In marktwirtschaftlichen Wirtschaftssystemen verfolgen Unternehmen verschiedene Zielsetzungen, die durch das erwerbswirtschaftliche Prinzip beschrieben werden. Als zentrales Ziel gilt das Streben nach Gewinnmaximierung, das für die Fortdauer des Unternehmens von zentraler Bedeutung ist. Weitere untergeordnete Ziele in Unternehmen können die Rentabilitätsmaximierung, die Maximierung des Marktanteils, die Maximierung des Shareholder Value, das Ziel nach einer angemessenen Kapitalverzinsung sowie viele andere Ziele sein.

Warum Gewinnerzielung notwendig ist

Jedes Unternehmen verfolgt durch seine Tätigkeit einen Zweck. Produzierende Unternehmen kaufen etwa Rohstoffe ein, um aus ihnen durch Weiterverarbeitung und Wertschöpfung Fertigerzeugnisse herzustellen, die sie verkaufen können. Während dieses Vorgangs enstehen dem Unternehmen Kosten (Material, Personal, Fertigung), die sie durch die Erwirtschaftung von Gewinnen decken müssen, um langfristig am Markt bestehen zu können. Damit ein Unternehmen zahlungsfähig bleibt, muss es seine Verbindlichkeiten begleichen können. Anderenfalls muss es Insolvenz anmelden. Übersteigen die Umsatzerlöse die Kosten, wird ein Gewinn erzielt. Dieser Gewinn kann dem Unternehmen auf verschiedene Arten zugute kommen. Häufig werden Gewinne thesauriert und Rücklagen gebildet. Stehen später Investitionen an, kann das Unternehmen auf solche Rücklagen zurückgreifen, um die Finanzierung von Sachanlagen sicherzustellen. Bei Aktiengesellschaften werden Gewinne nicht selten in Form von Dividenden an die Unternehmenseigner ausgeschüttet. Höhere Gewinne ermöglichen eine größere Ausschüttung. Zudem werden potenzielle Investoren angelockt, in das Unternehmen zu investieren.

Gewinnmaximierung und ökonomisches Prinzip

Die Antwort auf die Frage, warum Unternehmen danach streben, maximale Gewinne zu erzielen, liegt im ökonomischen Prinzip und dem Modell des Homo oeconomicus begründet. Demzufolge versuchen Wirtschaftssubjekte bei gegebenem Ressourceneinsatz stets das Nutzenmaximum (Gewinnaximum) zu erzielen (Maximalprinzip) sowie ein bestimmtes Ziel mit dem geringstmöglichen Ressourceneinsatz zu erreichen (Minimalprinzip).

Zusammenfassung erwerbswirschaftliches Prinzip

  • das erwerbswirtschaftliche Prinzip beschreibt, dass Unternehmen nach Gewinnmaximierung streben
  • das Modell des Homo oeconomicus und das Maximalprinzip begründen das Streben nach Gewinnmaximierung
  • Gewinne können im Unternehmen thesauriert oder ausgeschüttet werden
  • bei Aktiengesellschaften ziehen höhere Gewinne mehr potenzielle Investoren an
  • Gewinne, die den Rücklagen zugeführt werden, können später zu Finanzierungszwecken eingesetzt werden

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