Deindustrialisierung

Kurz & einfach erklärt:

Deindustrialisierung verständlich & knapp definiert

Im Zuge der Deindustrialisierung wandelt sich eine Volkswirtschaft. Dabei nimmt die Bedeutung der industriellen Produktion ab, wofür der Anteil der Dienstleistungen am BIP steigt. Insbesondere in weit entwickelten Volkswirtschaften in Nordamerika und Europa ist die Deindustrialisierung zu erkennen.

Die Deindustrialisierung erleben derzeit weit entwickelte Volkswirtschaften, in denen die industrielle Produktion von Gütern einen immer geringer werdenden Stellenwert einnimmt. Stattdessen werden insbesondere Dienstleistungen im IT-Bereich vermehrt angeboten.

Deindustrialisierung einfach erklärt

Im Zuge der Industrialisierung sind insbesondere in Europa und Nordeuropa Volkswirtschaften von reinen Agrarproduzenten zu industriell produzierenden Nationen geworden. Auf einem hohen Entwicklungsniveau verliert diese industrielle Produktion im Vergleich zu Dienstleistungen allerdings an Bedeutung. Dabei zeigt sich, dass mit diesen Dienstleistungen längst nicht mehr klassische Leistungen etwa im Einzelhandel (Friseur, Massage o.ä.) gemeint sind. Beispiele für Dienstleistungsunternehmen:

  • Google: Der US-Konzern produziert keine industriellen Güter, sondern stellt eine Suchmaschine zur Verfügung – was damit per Definition einer Dienstleistung entspricht.
  • Apple: Auch Apple ist eher ein Dienstleister denn wirklicher Produzent. So werden die von Apple entwickelten Endgeräte nur zu einem kleinen Teil im Unternehmen hergestellt. Die eigentliche Wertschöpfung des Konzerns liegt in der Entwicklung, dem Design und komplementären Diensten (Apple Music, Cloud etc.).


Fast alle großen Technologieunternehmen lassen sich zum Großteil dem Dienstleistungssektor zuordnen.

Folgen der Deindustrialisierung

Als Folge der Deindustrialisierung verändert sich die komplette Zusammensetzung der Volkswirtschaft. Schon jetzt ist beispielsweise in Deutschland spürbar, dass immer mehr junge Menschen studieren statt „klassische“ Ausbildungsberufe zu erlernen. Der Grund: Im (technologischen) Dienstleistungssektor sind andere Fähigkeiten für die Ausübung von Berufen erforderlich als in der industriellen Produktion.

Deindustrialisierung – Definition & Erklärung – Zusammenfassung

  • Deindustrialisierung beschreibt den Wandel einer hoch entwickelten Volkswirtschaft
  • Dabei nimmt die Bedeutung der industriellen Produktion zugunsten des Dienstleistungssektors ab
  • An Stellenwert gewinnen dabei insbesondere technologische Dienstleitungen

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Themen: Wirtschaft

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