Differenzkontrakte

Kurz & einfach erklärt:

Differenzkontrakte verständlich & knapp definiert

Entspricht der englischsprachigen Abkürzung CFDs – Contracts for Difference. Gemeint sind Terminkontrakte, die sich lediglich auf die Preisveränderungen, nicht hingegen auf den vollen Preis des Basiswertes beziehen. Ausgenommen der Lieferverpflichtung, deckt sich ihre Konstruktion mit denen der Terminkontrakten.

Differenzkontrakte sind insbesondere in den USA sehr beliebt, seit dem die Investoren eine Möglichkeit suchten, die Kursschwankungen in eine möglichst hohe Rendite zu verwandeln. Sie werden unter der Bezeichnung "Contract for difference" an den Börsen notiert und bilden meist 1:1 die Veränderung des Kurses des Basiswertes ab. Hat ein Investor 100 CFDs beispielsweise auf die Deutsche Bank Aktie gekauft, dann wird sich jede Kursveränderung der Aktie um einen Euro mit einer Wertveränderung von 100 Euro in seinem Depot widerspiegeln.

Interessantes Investmentvehikel ohne Zeitbegrenzung

Der Anlagehorizont eines CFDs kann sehr kurz-, aber auch mittel- sowie langfristig sein. Anders als bei Optionsscheinen hat ein CFD keine feste Laufzeit und damit auch kein Verfallsdatum. Für die Anleger ist der Kauf von Differenzkontrakten auch nicht mit der Zahlung eines Zeitwertes verbunden, so dass hierauf keine Wertberichtigungen vorgenommen werden müssen.

Differenzkontrakte sind Wertveränderung pur

Die CFDs sind insbesondere für alle diejenigen Anleger hervorragend geeignet, die lediglich an den Wertveränderungen interessiert sind und weder das Stimmrecht in der Hauptversammlung noch die jährliche Dividendenzahlung bekommen möchten. Da sie auf diese beiden Kursbestandteile der echten Aktie verzichten, können sie die CFDs zu einem wesentlich günstigeren Kurs kaufen. Und somit einen hohen Hebel auf ihre investierten Gelder realisieren.

Da man CFDs sowohl kaufen, als auch verkaufen kann sind damit auch spekulative Strategien auf Kurseinbrüche möglich. Deshalb sind CFDs auch den Anlageinstrumenten für erfahrene Anleger zuzuordnen.

Wesentliche Merkmale der Differenzkontrakte:

  • Sie sind ein preisgünstiges Investmentvehikel mit vergleichsweise günstigen Aufgeldern
  • Hoher Hebel und schnelle Schwankungen erfordern hohe Marktkenntnis und tägliches Beobachten der Kursveränderungen
  • Die unbegrenzte Laufzeit sorgt dafür, dass dass kurzfristige Rücksetzer auch wieder aufgeholt werden können

0.0 / 5  (0 votes)
Themen: Börse

Weiterführende Artikel:

Emission: Unter Emission ist im betriebswirtschaftlichen Sinne die Ausgabe von Aktien und anderen Wertpapieren zu verstehen. Die Platzierung dieser ...


Aktienindex: Ein Aktienindex ist eine Kennzahl, welche die Entwicklung ausgewählter Aktienkurse widerspiegelt. Der Index soll die Entwicklung ...


Bezugsverhältnis: Das Bezugsverhältnis stellt im Aktienrecht ein Verhältnis dar, in dessen Umfang ein Anteilseigner junge Aktien zu seinen ...


Bookbuildungverfahren: Das Bookbuilding-Verfahren (zu Deutsch Orderbuch-Verfahren) ist ein Emissionsverfahren, mit dessen Hilfe die Ausgabe von ...


Börsengesetz: Das deutsche Börsengesetz (BörsG) regelt den geschäftlichen Verkehr an der Börse. Es betrifft ausschließlich ...


Branchenfonds: Branchenfonds sind Investmentfonds, die das Kapital der Anleger überwiegend in Aktien eines bestimmten Wirtschaftszweiges ...