Produktionsfunktion (substitutional / limitational)

Grob gesagt versteht man unter dem Begriff Produktionsfunktion die Beziehung zwischen den Produktionsfaktoren und den Gütern, die damit erzeugt werden. Voraussetzung hierfür ist natürlich eine entsprechend funktionierende Produktionstechnologie.

Das Ziel einer solchen Produktionsfunktion ist es in erster Linie herauszufinden, wie hoch die maximale Produktionsmenge ist, die unter Beachtung des Inputs hergestellt werden kann. Seit einiger Zeit finden sich in den Berechnungen der Produktionsfunktionen auch Aspekte, die die Umwelt mit einbeziehen.

Der Begriff der Produktionsfunktion wurde dabei von Vilfredo Pareto geprägt. Allgemein gesagt beschäftigt sich die Produktionsfunktion also mit dem Mengenverhältnis zwischen den einzelnen Faktoren sowohl beim In- als auch beim Output einer Produktion.

Produktionsfunktion (substitutional limitational)


Primär unterscheidet man dabei zwischen folgenden zwei Arten von Produktionsfunktionen:

Substitutionale Produktionsfunktion

Bei einer substitutionalen Produktionsfunktion geht man davon aus, dass ein bestimmter Produktionsfaktor durch einen anderen ersetzt, also substituiert werden kann. Natürlich ist das nicht immer und nur in sehr eng gesteckten Grenzen möglich.

Die Menge des Outputs bleibt also im Fall von substitutionalen Produktionsfunktionen gleich, während sich die Menge des Inputs verändert. Schließlich kommen beim Input andere Produktionsfaktoren zum Einsatz, da eine Ersetzung bzw. Substitution eintritt.

Ein einfaches Beispiel:

Sowohl Arbeit als auch Kapital sind bei der Herstellung als Produktionsfunktion in der Regel unerlässlich. Doch wenn sich ein Produzent dafür entscheidet, weniger Kapital für moderne, automatisierte Maschinen auszugeben, muss er gleichzeitig mehr in den Produktionsfaktor Arbeit investieren. Es findet also eine Subsidiarität statt, da ein Faktor durch den anderen ersetzt wird.


In diesem Zusammenhang sollte man sich die Begriffe periphere und totale Subsidiarität noch einmal genauer ansehen. Während die periphere Subsidiarität dadurch gekennzeichnet ist, dass ein Ersetzen von Produktionsfaktoren nur in sehr engen Grenzen möglich ist, sieht die Situation bei der totalen Subsidiarität anders aus. Hier wird ein Faktor vollständig durch einen anderen ersetzt. Ein Faktor fällt also vollständig weg.

Limitationale Produktionsfunktion

Anders sieht es bei der sogenannten limitationalen Produktionsfunktion aus. Hier ist eine Ersetzung (Subsidiarität) der einzelnen Produktionsfaktoren nicht ohne weiteres möglich. Es herrscht zwischen den einzelnen Faktoren also ein bestimmtes Einsatzverhältnis.


In diesem Fall ist es also nicht möglich einfach einen Produktionsfaktor durch einen anderen zu ersetzen. Der Ertrag steigt bei der limitationalen Produktionsfunktion nämlich nur dann, wenn beide Produktionsfaktoren vermehrt zum Einsatz kommen.


Die Kunst bei der limitationalen Produktionsfunktion besteht für den Unternehmer in erster Linie darin, das optimale Einsatzverhältnis zwischen den einzelnen Produktionsfaktoren zu finden. Ziel ist es natürlich möglichst keinen Faktor durch eine unnötig übermäßige Verwendung zu verschwenden.

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