Faktormarkt

Ein Faktormarkt ist in der Volkswirtschaft ein Markt, auf dem sich Unternehmen die Produktionsfaktoren kaufen können, die zur Produktion der jeweiligen Güter notwendig sind.

Neben den Produktionsfaktoren wie Arbeit, Boden und Kapital findet aber zum Beispiel auch ein Handel mit Rohstoffen statt. Natürlich können Produktionsfaktoren auf einem Faktormarkt nicht nur gekauft, sondern auch verkauft werden. Man handelt auf dem Faktormarkt also ausschließlich die Faktoren, die zur Produktion notwendig sind. Darüber hinaus findet teilweise auch ein Handel mit Verfügungsrechten auf dem Faktormarkt statt. Das Gegenteil vom Faktormarkt ist der Gütermarkt. Das liegt daran, dass auf dem Gütermarkt bereits fertig produzierte Güter abgesetzt werden.

Typische Faktormärkte

Der wohl bekannteste Faktormarkt ist der Arbeitsmarkt. Hier werden vereinfacht gesagt Arbeitskräfte gegen entsprechende Bezahlung angeboten und nachgefragt. Da Arbeitskräfte (ob qualifiziert oder nicht) für jede Art von Produktion benötigt werden, ist der Arbeitsmarkt ein überaus wichtiger Faktormarkt. Aber auch der Kapitalmarkt stellt einen wichtigen Faktormarkt dar. Das liegt ebenfalls daran, dass eine Produktion ohne Kapital schlichtweg nicht möglich ist. Bevor am Ende ein entsprechendes Produkt hergestellt werden kann, müssen diverse Finanzierungsfragen geklärt werden.

Und noch einmal kurz zusammengefasst:

  • Ein Faktormarkt ist ein Markt, wo Produktionsfaktoren angeboten und nachgefragt werden, die zur Produktion von Gütern gebraucht werden
  • Typische Faktormärkte sind der Arbeitsmarkt, der Kapitalmarkt und der Markt für Bodenleistungen
  • Gegensatz zum Faktormarkt ist der Gütermarkt
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Der Artikel "Faktormarkt" befindet sich in der Kategorie: Mikroökonomie

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