Käufermarkt

Ein Käufermarkt entsteht, wenn einer begrenzten Anzahl von Käufern viele Verkäufer gegenüber stehen. Die Verkäufer mit den preisgünstigsten Produkten und den besten Einkaufsbedingungen setzen sich durch.



Wie entsteht ein Käufermarkt?

Grund für die Entstehung eines Käufermarkts ist in der Regel ein Angebotsüberschuss: Die Zahl der Anbieter nimmt zu, die Anbieter bringen ständig neue Produkte auf den Markt. Die Nachfrage der Käufer bleibt aber gleich oder sinkt sogar. Der Rückgang der Bevölkerung und die Veränderung der Altersstruktur (weniger junge, mehr alte Menschen) kann beispielsweise bei bestimmten Produkten zu einer abnehmenden Nachfrage führen.

Der Käufer hat die Marktmacht

In einer solchen Marktsituation entscheidet sich der Käufer (in der Regel – Ausnahmen sind denkbar und bekannt) für die preisgünstigsten Produkte. Zudem wählt er den Anbieter, der ihm die höchsten Preisnachlässe gewährt und die besten Bedingungen für die Lieferung und Zahlung bietet. Der Käufer hat gute Chancen erfolgreich über den Preis, die Gewährung von Rabatten oder Boni, über eine kostenlose Lieferung oder über lange Zahlungsfristen bzw. die Gewährung von Skonto zu verhandeln.

In marktwirtschaftlich orientierten Volkswirtschaften ist der Käufermarkt die normale Marktsituation. Aber auch in vielen sozialistischen oder kommunistischen Ländern mit einer Zentralverwaltungswirtschaft wächst die Anzahl der Anbieter - und somit die Tendenz zum Käufermarkt - ständig.

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