Verkäufermarkt

Mit einem Verkäufermarkt hat man es zu tun, wenn ein Verkäufer oder sehr wenige Verkäufer einer großen Anzahl von Käufern gegenüber stehen. Der bzw. die Verkäufer bestimmen die Preise und die Einkaufsbedingungen der Käufer (Gegenteil: siehe Käufermarkt).


Wie entsteht ein Verkäufermarkt?

Ein Verkäufermarkt kann durch zwei denkbare Entwicklungen entstehen:



Beides hat zur Folge, dass die Preise steigen und die Verkäufer die Bedingungen, zu denen sie liefern, beliebig festlegen können.

Wo ist ein Verkäufermarkt in der Realität möglich?

Praktisch ist ein Verkäufermarkt auf Dauer nur in einer Volkswirtschaft mit einer Zentralverwaltungswirtschaft / Planwirtschaft möglich.


Beispiele dafür sind die ehemalige DDR, aber auch andere sozialistische oder kommunistische Länder. Entstanden ist diese Situation unter anderem durch gezielte Einschränkungen der Produktion und des Imports durch die Staatsführung, durch Fehlplanungen oder in Folge der wirtschaftlichen oder politischen Isolation des Staates.


In Volkswirtschaften mit einer marktwirtschaftlichen Wirtschaftsordnung ist ein Verkäufermarkt nur vorübergehend möglich.

Beispiel für Verkäufermarkte in der Marktwirtschaft:

Rohstoffmärkte wie der Mineralölmarkt dienen - im Falle einer extrem niedrigen Förderung oder der überhöhten Schaffung von Reserven bei einem drohenden Produktionseinbruch können die Preise erhöht werden, ohne dass die Nachfrage sinkt.

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