Ansoff-Matrix

(benannt nach Harry Igor Ansoff, Mathematiker und Wirtschaftswissenschaftler)

Die Ansoff-Matrix (auch Produkt-Markt-Matrix) wird als Planungsinstrument für die Wachstumsstrategien eines Unternehmens eingesetzt.

Die Matrix setzt voraus, dass die Wachstumsmöglichkeiten des Unternehmens durch seine Situation am Absatzmarkt und durch sein Produkt bestimmt werden.

Erfolg versprechende Wachstumsstrategien müssen die Situation des Produkts am Markt (die Anzahl der möglichen Abnehmer und ihre Nachfrage) und/oder das Produkt verändern. Anstoff Matrix auch genannt Produkt-Markt-Matrix

Mit Hilfe der Matrix können Variationen von Veränderungen in Bezug auf den Absatzmarkt und auf das Produkt dargestellt werden.

Es gibt vier Möglichkeiten, aus denen vier Strategien entwickelt werden können:

  • Man geht von dem bekannten Markt aus
  • ODER verändert den Markt durch neue Abnehmergruppen und/oder eine höhere Nachfrage der bisherigen Abnehmer.
  • Man bietet das Produkt unverändert an
  • ODER verändert es, variiert es bzw. ersetzt es durch ein neues Produkt.

Marktdurchdringung

Die erste Strategie strebt eine Verbesserung der Marktdurchdringung mittels einer Veränderung des Marktes bei gleichbleibenden Produkten an. Die Maßnahmen zielen darauf, die Nachfrage der bereits gewonnenen Kunden zu erhöhen oder Kunden der Mitbewerber „abzuwerben“. Diese Ziele können einzeln angesteuert oder miteinander kombiniert werden. Umzusetzen ist diese Strategie relativ einfach und ohne großes Risiko, weil man nur schon vorhandene Mittel einsetzen muss. Sie erreicht ihre Grenzen, wenn der Markt gesättigt ist und das Wachstum sich dem Nullpunkt nähert.


Marktentwicklung

Die Strategie der Marktentwicklung schafft neue Absatzmärkte für die vorhandenen Produkte. Das Unternehmen kann zum Beispiel neue „demoskopische“ Märkte erschließen: Es spricht Altersklassen an, die sich bisher nicht für seine Leistungen interessiert haben. Eine andere Möglichkeit ist die Erweiterung seines Marktes in geografischer Hinsicht durch die Erschließung neuer regionaler, nationaler oder internationaler Märkte. Beide Wege im einzelnen oder auch als Kombination sind allerdings mit erheblichen Investitionen in die Marketingaktivitäten verbunden und somit deutlich riskanter als die reine Verbesserung der Marktdurchdringung.

Produktentwicklung

Mit der Strategie der Produktentwicklung will das Unternehmen einen höheren Absatz über den bisherigen Markt durch die Veränderung des Produkts erreichen. Sie erarbeiten Produktinnovationen – ersetzten das vorhandene Produkt durch eines mit mehr Nutzen für den Abnehmer – oder schaffen neue Varianten des bisherigen Produkts. Diese Strategie kann für Unternehmen mit sehr spezifischen Produkten, die einen entsprechend begrenzten Kundenkreis ansprechen, sinnvoll sein. Das Risiko liegt in den möglicherweise notwendigen Investitionen in neue Betriebsmittel und die Fortbildung der Mitarbeiter.

Produktdiversifikation

Die Strategie der Produktdiversifikation setzt die Entwicklung eines neuen Produkts in Verbindung mit der Erschließung neuer Märkte voraus. Realisieren lässt sich diese Strategie nur mit erheblichen Investitionen und entsprechend hohem Risiko. Der Typ der Diversifikation, für den das Unternehmen sich entscheidet, bestimmt den Grad des Risikos und die Erfolgschancen:

Diversifikations - Arten


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