Öffentliche Güter

Öffentliche Güter werden grundsätzlich von jedem Menschen genutzt. Diese Art von Gütern, die auch als Kollektivgüter bezeichnet werden, steht der Allgemeinheit offen und zeichnet sich vordergründig durch zwei Merkmale aus, die im Folgenden genauer definiert werden.


Definition

Unter dem Begriff öffentliche Güter versteht man unter volkswirtschaftlichen Gesichtspunkten sämtliche Güter sowie Dienstleistungen, die vom Staat angeboten werden. Außerdem ist eine Voraussetzung, dass sich die öffentlichen Güter durch Nicht-Ausschließbarkeit und Nicht-Rivalität auszeichnen. Aber was bedeutet das und was sind zum Beispiel unreine öffentliche Güter?

Besonderheiten

Anders als bei anderen Gütern gibt es bei öffentlichen Gütern gleich mehrere Besonderheiten. So kann der Einzelne zum Beispiel für die Nutzung der öffentlichen Güter nicht ausgeschlossen werden, da hier – wie bereits erwähnt – die Nicht-Ausschließbarkeit gilt. Jeder kann also öffentliche Güter nutzen – keiner kann festlegen, wer es nutzen darf. Darüber hinaus ist die Nutzung von öffentlichen Gütern im Regelfall kostenlos. Die später folgenden Beispiele werden den Sachverhalt noch plausibler erklären.

Eine weitere Besonderheit ist, dass bei Kollektivgütern eine Nicht-Rivalität vorherrschen muss. Das bedeutet, dass ein öffentliches Gut von mehreren Personen zur selben Zeit genutzt werden können muss. Die Nutzung des Gutes durch Person A darf also durch die frühere Nutzung des Gutes durch Person B nicht beeinträchtigt werden.  


Beispiele von öffentlichen Gütern:


1. Straßenbeleuchtung
Ein sehr populäres Beispiel von Kollektivgütern ist die Straßenbeleuchtung, die zumindest in Deutschland in fast jeder Stadt vorhanden ist. Jeder kann von der Straßenbeleuchtung profitieren, indem er einfach nur in der Dunkelheit durch die beleuchtete Straße läuft. Keiner kann jemanden abhalten und keiner muss dafür etwas bezahlen.

2. Landesverteidigung
Damit es in einem Land wie Deutschland nicht nur sicher ist, sondern auch bleibt, müssen hohe Ausgaben für die Landesverteidigung gezahlt werden. Auch diese Dienstleistung ist für den Einzelnen kostenlos. So kann beispielsweise jeder im Notfall die Polizei rufen.

3. Feuerwerk
Auch ein nicht staatlich durchgeführtes Feuerwerk kann unter Umständen eine Form eines Kollektivgutes sein. Warum? Ganz einfach: Möchte man beispielsweise zum Geburtstag eines Freundes ein Feuerwerk organisieren (vorausgesetzt es liegt eine Genehmigung vor) und sammelt von jedem Gast 10 Euro ein, so kann nicht sichergestellt werden, dass diejenigen, die nicht gezahlt haben, nicht profitieren. Auch ein Außenstehender kann sich am Anblick des Feuerwerks kostenlos erfreuen, da die Voraussetzungen der Nicht-Ausschließbarkeit und Nicht-Rivalität gegeben sind.








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