Sachanlagen - Definition, Beispiele & Abschreibungen

Sachanlagen werden den materiellen Vermögensgegenständen zugeordnet und sind Bestandteil des Anlagevermögens eines Unternehmens. Sie unterscheiden sich vom übrigen Anlagevermögen dadurch, dass sie betriebsnotwendig sind.

Das bedeutet, dass sie für die Aufrechterhaltung der betrieblichen Leistung unbedingt notwendig sind.

Position der Sachanlagen in der Bilanz

Als Bestandteil des Anlagevermögens sind die Sachanlagen auf der Aktiv-Seite der Bilanz auszuweisen. Die einzelnen Bestandteile werden dabei nach ihrer Wiederverkäuflichkeit absteigend sortiert. § 266 HGB sieht dabei die Unterteilung in vier Unterpunkte vor:

  • Grundstücke,
  • technische Anlagen und Maschinen (für die betriebliche Leistungserstellung),
  • andere Anlagen,
  • Anlagen im Bau / Anzahlungen auf Anlagen

Sachanlagen im Anlagevermögen

Merke: Was sind Sachanlagen?

Sachanlagen sind Wirtschaftsgüter, die zum Anlagevermögen gehören und somit über einen langfristigen Zeitraum von Unternehmen genutzt werden. Sie werden zu ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet.


Sachanlagen sind ein wichtiger Bestandteil des Anlagevermögens von Unternehmen. Im Gegensatz zum Umlaufvermögen werden die Güter über einen längeren Zeitraum kontinuierlich verwendet und nicht nur einmalig verbraucht. In der Bilanz werden die Sachanlagen entsprechend auf der linken Seite (Aktivseite) verbucht und machen zusammen mit den Finanzanlagen und den immateriellen Vermögensgegenständen das Anlagevermögen aus. In der Bilanz selbst sind die Werte nach ihrer Wiederverkäuflichkeit sortiert, wobei die am einfachsten zu verkaufenden Positionen an letzter Stelle stehen.

Grundsätzlich dienen Sachanlagen aus wirtschaftlicher Sicht vor allem dazu, den Produktionsprozess durchzuführen. Bewertet werden die Güter in der Bilanz entweder auf Basis der Anschaffungs- oder der Herstellungskosten. Hat das Unternehmen die Güter gekauft, ist entsprechend der Kaufpreis als Anschaffungskosten anzusehen. Bei selbst hergestellten Gütern spielen Faktoren wie die Materialkosten und die Personalaufwendungen eine Rolle.

Beispiele für Sachanlagen

Insbesondere große Produktionsunternehmen verfügen gleich über eine ganze Reihe von Gütern, die dem Sachanlagevermögen zugeordnet werden. Beispiele:

  • Maschinen
  • Grundstücke
  • Bürogebäude
  • Autos


Auch die Betriebs- und Geschäftsausstattung an sich gehört zu dieser Kategorie der Vermögensgegenstände. So kann es sich beispielsweise um Laptops oder Bürostühle handeln, sofern diese keine geringwertigen Wirtschaftsgüter sind. Ist dies der Fall, werden die Produkte meist direkt vom Unternehmen abgeschrieben.

Abschreibung von Sachanlagen

Laut dem HGB sind Sachanlagen vom Unternehmen abzuschreiben. Allerdings ist dabei zwischen abnutzbaren und nicht abnutzbaren Anlagegütern zu unterscheiden. Eine Maschine wird vom Unternehmen meist über einen längeren Zeitraum aktiv genutzt und verliert dabei kontinuierlich an Wert. Durch den Verschleiß ist die Maschine irgendwann überhaupt nicht mehr nutzbar, so dass sie keinen Wert mehr besitzt. Hingegen gibt es bei einem Grundstück keinen kontinuierlichen Wertverlust, auch in 20 Jahren kann dieses Grundstück noch immer genau so viel Wert sein wie am Tag der Anschaffung.

Handelt es sich um eine abnutzbare Sachanlage, so muss das Gut auf Basis der Afa-Tabelle abgeschrieben werden. Ein Beispiel:

  • Ein Unternehmen kauft am 01.01.2017 einen neuen LKW für 100.000 Euro.
  • Laut Afa-Tabelle muss der LKW über 5 Jahre abgeschrieben werden, weil dies die übliche Nutzungsdauer ist.
  • Nach einem Jahr schreibt das Unternehmen entsprechend 20.000 Euro des Werts ab, so dass der LKW nur noch mit 80.000 Euro bilanziert wird.
  • Am Ende der Abschreibungsperiode darf das Unternehmen den LKW durchaus weiterverwenden, es taucht aber kein Wert mehr in der Bilanz auf.



Zu beachten gilt es, dass es auch zu außerplanmäßigen Abschreibungen kommen kann. Angenommen, der erworbene LKW hat bereits im zweiten Jahr einen Unfall und ist nur noch schrottreif. Dann muss das Unternehmen eine außerplanmäßige Abschreibung über die verbliebenen 80.000 Euro durchführen, weil der LKW keinen Wert mehr hat. Genau diese Abschreibungen können unter Umständen auch bei den nicht abnutzbaren Wirtschaftsgütern wie beispielsweise Grundstücken auftreten. So könnte es etwa vorkommen, dass das Grundstück aufgrund stark wachsender Grundstückspreise dauerhaft an Wert gewinnt.

Sachanlagen – Definition & Erklärung – Zusammenfassung

  • Sachanlagen sind physische Güter, die zum Anlagevermögen gehören
  • Beispiele hierfür sind Grundstücke, Maschinen oder auch der Fuhrpark eines Unternehmens
  • Es ist eine Abschreibung der Güter laut Afa-Tabelle vorzunehmen
Tipp: Du willst die Buchhaltung schneller lernen? Jetzt hier klicken!
Bitte bewerten:
3.0 / 5  (2 votes)
Der Artikel "Sachanlagen" befindet sich in der Kategorie: Bilanz im Rechnungswesen

Diese Artikel könnten dir auch weiterhelfen:


Kommentare? Frage? Hier ist der Platz dafür: