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Die Kapitalwertmethode ist eine der unfangreichsten Verfahren der dynamischen Investitionsrechnung. Hier wird versucht in aller Kürze und doch in der nötigen Ausführlichkeit die Thematik der Kapitalwertmethode zu verdeutlichen.
Dazu sind alle Ein- und Auszahlungen auf den Investitionsbeginn (Zeitpunkt Null) mit
dem Kalkulationszinssatz abzuzinsen.
Die Schwierigkeit der Kapitalwertmethode liegt darin, den richtigen Faktor zu wählen.
Deshalb werden hier je nach Anlass und Aufgabenstellung die verschiedenen
Möglichkeiten zur Ermittlung des Kapitalwerts erläutert. Zur Verdeutlichung des
Vorgehens werden die jeweiligen Methoden mit einem Zeitstrahl dargestellt. Den
jeweiligen Zeitstrahl solltet ihr euch beim Lösen der Aufgaben und beim Lesen der
folgenden Beispiele immer vor Augen halten.
Hierbei wird ein Barwert (K0), den wir heute zur Verfügung haben auf einen bestimmten
Zeitpunkt aufgezinst. Nach Ablauf der Zeit erhalten wir den Endwert (Kn).
Um den Endwert (Kn) zu berechnen benutzt man entweder die allgemeine Formel:
Wobei n die Anzahl der Jahre wiedergibt und i für den Zinssatz steht.
In der Schule oder an Unis ist es oft üblich ein Zahlenwerk mit den entsprechenden Faktoren auszuhändigen. In ihnen findet ihr Faktoren, die sowohl die Anzahl der Jahre, als auch den gegeben Zinssatz berücksichtigen. Der richtige Faktor ist hier der Aufzinsungsfaktor (AuF).
Beispiel:
Heinrich Heinrichsen hat heute 10.000 € für seinen alten BMW bekommen. Diese
10.000 € will er bei einen Zinssatz von 6 % und einer Dauer von 6 Jahren anlegen.
Wie viel Geld hat Heinrich nach den sechs Jahren für die Anschaffung eines neuen Autos zur Verfügung?
Berechnung:
Hierbei wird ein Endwert (Kn), den wir in der Zukunft zur Verfügung haben auf den Zeitpunkt Null abgezinst. Wir erhalten dann den Barwert (K0), den wir theoretisch heute anlegen müssten, um in n-Jahren den Endwert (Kn) zu erhalten.
Um den Barwert (K0) zu berechnen benutzt man entweder die allgemeine Formel:
Wobei n die Anzahl der Jahre wiedergibt und i für den Zinssatz steht.
In der Schule oder an Unis ist es oft üblich ein Zahlenwerk mit den entsprechenden Faktoren auszuhändigen. In findet ihr Faktoren, die sowohl die Anzahl der Jahre, als auch den gegeben Zinssatz berücksichtigen. Hier müsst ihr den Abzinsungsfaktor (AbF) benutzen.
Beispiel:
Die Heinrichsen AG plant den Verkauf von Firmenanteilen im Wert von 300.000 €.
Dieser ist aber erst in 3 Jahren geplant. Wir rechnen mit einem Zinssatz von 5 %
Berechnung:
Wenn man das Zahlenwerk gegeben hat, dann entnimmt man daraus einfach den
gegebenen Abzinsungsfaktor (AbF) bei einer Verzinsung von 5 % und einer Laufzeit von 3 Jahren.
Dieser beträgt 0,863836 und wird einfach mit dem Endwert (Kn) multipliziert.
In diesem Fall wird die Frage gestellt, wie groß ist der Barwert (K0) einer
Zahlungsreihen, bei einer Dauer von n-Jahren, wenn am Jahresende eine
gleichbleibender Betrag (g) anfällt. Bei der Berechnung benutzt man den
Diskontierungssummenfaktor (DSF).
Um den Barwert (K0) zu berechnen benutzt man entweder die allgemeine Formel:
Wobei n die Anzahl der Jahre wiedergibt und i für den Zinssatz steht.
In der Schule oder an Unis ist es oft üblich ein Zahlenwerk mit den entsprechenden
Faktoren auszuhändigen. In findet ihr Faktoren, die sowohl die Anzahl der Jahre, als
auch den gegeben Zinssatz berücksichtigen. Hier müsst ihr nach dem
Diskontierungssummenfaktor (DSF) suchen.
Zwei Beispiele:
1. Ein Raucher gibt im Jahr 1.200 € für Zigaretten aus. Wie groß ist der Barwert bei
einer Dauer von 40 Jahren, wenn der Zinssatz bei 6 % liegt?
Das Ergebnis sagt uns, welchen Betrag wir heute anlegen müssten um den
fiktiven Endwert nach 40 Jahren zu erhalten.
Wenn man das Zahlenwerk gegeben hat, dann entnimmt man daraus einfach den
gegebenen Diskontierungssummenfaktor (DSF) bei einer Verzinsung von 6 %
und einer Laufzeit von 40 Jahren.
Dieser beträgt 15,046297 und wird einfach mit dem jährlichen Betrag (g)
multipliziert.
2. Ein Vater muss für sein Kind jährlich 9.000 € Unterhalt zahlen. Der
Zahlungszeitraum beträgt 15 Jahre. Wie groß ist der Barwert zum Zeitpunkt Null
wenn der Zinssatz bei 5 % liegt?
Wenn man das Zahlenwerk gegeben hat, dann entnimmt man daraus einfach
wieder den gegebenen Diskontierungssummenfaktor (DSF) bei einer Verzinsung
von 5 % und einer Laufzeit von 15 Jahren.
Dieser beträgt 10,379658 und wird einfach mit dem jährlichen Betrag (g)
multipliziert.
Die Frage, die hier gestellt wird ist, wie groß ist der Endwert (Kn), bei einer Dauer von
n Jahren, wenn an jedem Jahresende ein gleichbleibender Betrag (g) anfällt?
Um dieses Problem zu lösen, sind eigentlich zwei Schritte notwendig:
1. Die Berechnung des Barwerts mit Hilfe des Diskontierungssummenfaktor (DSF).
2. Die Aufzinsung des Barwerts mit Hilfe des Aufzinsungsfaktor (AuF) auf den
Zeitpunkt n.
Um diese beiden Schritte zusammenzufassen und damit zu vereinfachen, kommt nun
der Endwertfaktor (EWF) ins Spiel.
Um den Endwert (Kn) zu berechnen benutzt man entweder die allgemeine Formel:
Wobei n die Anzahl der Jahre wiedergibt und i für den Zinssatz steht.
In der Schule oder an Unis ist es oft üblich ein Zahlenwerk mit den entsprechenden
Faktoren auszuhändigen. In findet ihr Faktoren, die sowohl die Anzahl der Jahre, als
auch den gegeben Zinssatz berücksichtigen. In dem Fall müsst ihr nach dem
Endwertfaktor (EWF) suchen.
Beispiel:
Ein Soldat verpflichtet sich für 8 Jahre. Danach will er sich ein Auto kaufen. Jedes Jahr
legt er 1.500 Euro an. Am Ende jeden Jahres werden ihm 6 % Zinsen gutgeschrieben und
im Folgejahr mitverzinst. Wie viel Geld har er nach seiner Zeit beim Bund?
Wenn man das Zahlenwerk gegeben hat, dann entnimmt man daraus einfach den
gegebenen Endwertfaktor (EWF) bei einer Verzinsung von 6 % und einer Laufzeit von
8 Jahren.
Dieser beträgt 9,897468 und wird einfach mit dem jährlichen Betrag (g) multipliziert.