Branding – Wie können sich Selbstständige ihre eigene Marke schaffen?

Ist Branding nur ein Modewort oder ist es ein gewichtiger Aspekt bei der Unternehmensführung?

Branding oder Markenbildung kann sich für den Unternehmer auszahlen. Die Unverwechselbarkeit des Unternehmens kann den entscheidenden Unterschied zur Konkurrenz ausmachen.

Aber was macht eine Marke eigentlich aus? Und wie können sich auch Selbstständige dieses Wissen zu Nutze machen?

Beispiele für Markenbildung

Um einen Überblick zu gewinnen, lohnt sich ein Blick auf erfolgreiche Unternehmen im Bereich Markenbildung. Bei Coca Cola, Milka, Tempo, IKEA oder auch Google braucht der Mensch den Firmennamen gar nicht lesen. Wenn das Logo ins Auge springt und selbst wenn dort ein anderer Titel hingeschrieben wäre, wüsste der Leser um welche Firma es sich handelt. Damit haben wir einen wichtigen Eckpfeiler – Die Unverwechselbarkeit.

Wie kann ein Selbstständiger diesen Faktor für sich nutzen?

Ähnlich wie bei großen Firmen gestaltet sich die Markenbildung über das Erscheinungsbild, welches nach Außen transportiert wird. Die Gestaltung der Homepage, zu verteilende Flyer und Broschüren, die Visitenkarte und das Firmenlogo müssen in einem Gesamtzusammenhang stehen. Die Farben sollten einheitlich gewählt werden. Das Logo muss unverwechselbar sein. Abkupfern bei anderen Unternehmen stärkt schlimmstenfalls das Branding der Konkurrenz.

Unterschiede in der Markenbildung

Wer eine Marke ausarbeiten möchte, der muss sein Unternehmen kennen. Porsche hat beispielsweise ein gänzlich anderes Branding im Sinn als „Gebrauchtwagen Meier“. Auch Slogans gehören zur Markenbildung.

Günstige Anbieter können den Preis in ihre Marke einflechten. Saturn tut dies mit „Geiz ist geil!“ und Media Markt mit „Ich bin doch nicht blöd!“. Aber auch bestimmte Vorteile können über das Branding hervorgehoben werden. Volvo gilt weiterhin als sicheres Auto und Boss macht Herrenmode.

Eine Marke muss gelebt werden!

Es ist nicht ausreichend eine Marke festzusetzen. Diese muss konstruiert und es muss daran gearbeitet werden. Branding wird auch nicht nur nach Außen geführt. Gegenüber den Mitarbeitern muss die Firmenphilosophie einfließen. Diese müssen sie aufsaugen und ebenfalls weitergeben. Auf diesem Wege wird der Brand auch an den Kunden weitergegeben und erreicht so den Markt. Kunden unterhalten sich untereinander und das Unternehmen wird zu einer unverwechselbaren Marke. Allerdings kann diese Eigendynamik nicht grundsätzlich erwartet werden. Der Unternehmer kann aber nachhelfen.

Mit Werbung das Branding festigen

Logos und Slogans dürfen nicht einzig und allein auf der Homepage versteckt bleiben. Durch Pressemitteilungen (online und in Printmedien), Broschüren, Flyer und Visitenkarten lässt sich die Marke festigen. Mit genügend Kapital können Anzeigen in der Zeitung, Spots im Radio oder sogar Werbung im Fernsehen geschaltet werden. Auch im Online-Streaming Bereich wird schon oftmals Werbung vor den Filmen gezeigt. Diese sind zur Buchung nicht so kostenintensiv. Über Mailings/Newsletter und auf Events lässt sich die Marke festigen.

Natürlich kann sich ein Gründer nicht auf sämtliche Werbeformen festlegen. Zunächst gilt es die erfolgversprechendsten auszuwählen und dem Budget anzupassen.
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