Eigenschaften, Vorteile / Nachteile von Staatsanleihen

Bei den Staatsanleihen handelt es sich meistens um festverzinsliche Wertpapiere, die auf jeden Fall von einem Staat als Körperschaft emittiert werden. Durch die Emission der Anleihen möchte sich der jeweilige Staat Kapital beschaffen, um entweder Ausgaben zu finanzieren oder bestehende Schulden zu tilgen. Die Emission erfolgt fast immer über die Börse und im weiteren Verlauf sind die Staatsanleihen dann auch an der Börse handelbar.

Eigenschaften und Merkmale

Neben der Haupteigenschaft, dass die Staatsanleihen von Staaten emittiert werden, zeichnen sich diese Rentenpapiere auch noch dadurch aus, dass die Laufzeit der Anleihen meistens relativ lang ist. So sind Laufzeiten von zehn oder sogar bis zu 30 Jahren durchaus keine Seltenheit, da der Staat das Kapital meistens auch langfristig benötigt.


Ein weiteres Merkmal der Staatsanleihen ist derzeit (2013) im Zuge der EU-Schuldenkrise sehr gut zu erkennen, nämlich dass sich der Zinssatz, den der Emittent zahlt, in hohem Ausmaß von dessen Bonität abhängig ist. Daher zahlt Deutschland beispielsweise zurzeit kaum noch mehr ein Prozent Zinsen für seine Anleihen, während zum Beispiel Staaten wie Portugal oder Spanien mehr als sechs Prozent zahlen müssen. Die meisten Staatsanleihen gibt es ab Nennwerten von 1.000 Euro und der Handel an der Börse ist üblicherweise uneingeschränkt möglich.

Vor- und Nachteile der Staatsanleihen

Vorteile

  • relativ sichere Anlageform (bei gutem Rating)
  • meistens feste Verzinsung
  • an der Börse handelbar
  • hohe Renditen möglich (bei schlechterer Bonität des Emittenten)

Nachteile


  • Emittentenrisiko
  • bei schlechtem Rating zum Teil hohes Risiko
  • bei Staatsanleihe in Fremdwährung zusätzliches Währungsrisiko

Für welche Anleger sind Staatsanleihen geeignet?

Staatsanleihen können für ganz unterschiedliche Anlegertypen geeignet sein. Denn je nach Verzinsung und Rating des Emittenten gibt es Anleihen, die als sehr sicher gelten, aber es gibt auch spekulative Anleihen, die dem Anleger einer Chance auf eine hohe Rendite bieten. Bestes Beispiel sind die für sicherheitsorientierte Anleger geeigneten Bundesanleihen (siehe Bundeswertpapiere) auf der einen Seite und die für spekulativ eingestellte Anleger geeigneten griechischen Staatsanleihen.

Zusammenfassung Staatsanleihen

  • Anleihen mit meistens festem Zinssatz, die von der Körperschaft Staat emittiert werden
  • große Unterschiede bezüglich Rendite und Risiko zwischen den verschiedenen Staatsanleihen
  • bei der Wahl des Emittenten unbedingt auf das Rating als Bonitätseinstufung achten
  • meistens lange Kaufzeiten von bis zu 30 Jahren und Handelbarkeit an der Börse gegeben

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