Bonität

Kurz & einfach erklärt:

Bonität verständlich & knapp definiert

Die Bonität misst die Kreditwürdigkeit von Unternehmen oder Verbrauchern. Oftmals wird die Bonität ordinal skaliert, um eine gewisse Vergleichbarkeit zwischen verschiedenen Wirtschaftssubjekten zu schaffen. Als Haupteinflusskriterien für die Bonität gelten Einkommen / Liquidität, Verbindlichkeiten und Kreditsicherheiten.

Unter Bonität oder Kreditwürdigkeit ist in der Finanzwirtschaft die Fähigkeit eines Wirtschaftssubjektes zu verstehen, aufgenommene Schulden zurückzahlen zu können. Dies schließt auch den generelle Willen hierzu mit ein.

Auswirkungen der Bonität

Sowohl für Privatpersonen als auch für Unternehmen ist der Vorweis einer möglichst hohen Bonität in verschiedenen Situationen wichtig. Denn Bonität meint, dass ein Schuldner seinen Zahlungsverpflichtungen im Rahmen eines Kreditgeschäfts nachkommt. Ist dies nicht der Fall, so ist kein Kreditgeber zu Vergabe des Darlehens bereit.

Die Bonität hat dabei nicht einen Einfluss auf die generelle Bewilligung eines Kreditgesuchs oder die Emission von Wertpapieren wie Anleihen. Auch der für die Kreditaufnahme fällige Zins hängt in hohem Maße von der Bonität ab. Dabei gilt: Je schlechter die Bonität, desto höher das Risiko eines Zahlungsausfalls des Schuldners. Für dieses Risiko möchte der Kapitalgeber – beispielsweise Banken oder Investoren – entsprechende entlohnt werden, weshalb der Zins ansteigt.

Prüfung der Bonität

Insbesondere für Banken ist es von essentieller Bedeutung, die Kreditwürdigkeit potentieller Kreditnehmer ausgiebig zu prüfen. Unterlaufen dem Kreditinstitut hierbei Fehler, kann das komplette Unternehmen in Schieflage geraten. Möglichkeiten zur Bonitätsprüfung sind unter anderem:

  • Wirtschaftsauskunfteien wie die Schufa halten kreditrelevante Informationen von Unternehmen und Privatpersonen bereit.
  • Bisherige Erfahrungen mit dem Wirtschaftssubjekt als Kunde der eigenen Bank helfen bei der Bonitätsbewertung.
  • Im unternehmerischen Bereich werten Banken Kennzahlen wie Umsatz, Gewinn oder die Fremdkapitalquote aus.
  • Privatpersonen weisen durch Arbeitsverträge nach, dass sie über ein festes und sicheres Einkommen verfügen.
  • Der Nachweis von Sicherheiten wie etwa Immobilien oder Wertpapiere erhöhen die Bonität eines Wirtschaftssubjekts.

Bonität verbessern – ist das möglich?

Jedes Wirtschaftssubjekt und insbesondere Privatpersonen können die eigene Bonität verbessern. Auf Basis der bisherigen Ausführungen zur Bonitätsprüfung und der Kreditwürdigkeit im Allgemeinen ergeben sich direkt einige Möglichkeiten. Grundsätzlich gilt: Je höher das Einkommen einer Privatperson im Verhältnis zur gewünschten Kreditsumme ist, desto besser fällt die Bonitätsbewertung aus.

Äußerst hilfreich ist es auch, wenn Kreditnehmer Sicherheiten vorweisen können. Dazu zählen beispielsweise Immobilien, die im Falle einer Zahlungsunfähigkeit an die Bank übergehen und dadurch die Kreditschuld tilgen würden. Einen ebenfalls positiven Einfluss auf die Bonität hat es, wenn keine laufenden Kreditschulden beglichen werden müssen. Voraussetzung für die Kreditaufnahme innerhalb Deutschlands ist es zudem, dass die eigene Schufa-Auskunft keine Negativeinträge vorweist.

Bonität – Definition & Erklärung – Zusammenfassung

  • Bonität bezeichnet die Fähigkeit und den Willen, Schulden zu begleichen
  • Vor einer Kreditvergabe prüfen Banken die Bonität potentieller Kreditnehmer
  • Einen positiven Einfluss auf die Bonität haben hohe Einkommen und Sicherheiten wie Immobilien

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Themen: Kredit

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