Derivatehandel - Einführung in die Welt der Derivate

Bei den Derivaten handelt es sich per Definition um abgeleitete Finanzinstrumente, die etwas verallgemeinernd oftmals Termingeschäfte bezeichnet werden.


Derivate haben im eigentlichen Sinne keinen eigenen Wert, sondern beziehen ihren Wert dadurch, dass sie sich auf einen sogenannten Basiswert beziehen. Bei diesem Basiswert kann es sich um Aktien, einen Index, ein Währungspaar oder auch um einen Rohstoff handeln. 

Welche Derivate gibt es?

Die Derivate lassen sich als Finanzinstrumente in verschiedene Gruppen einteilen, wobei in der Praxis vor allem die folgenden Derivate genutzt werden:


Eigenschaften der Derivate

Derivate zeichnen sich dadurch aus, dass diese Finanzinstrumente sich auf einen „echten“ Wert beziehen, der als Basiswert bezeichnet wird. Charakteristisch ist, dass die Derivate die Kurs- oder Preisentwicklung des Basiswertes meistens um ein Vielfaches nachvollziehen.

Beispiel für die Funktion von Derivaten

Steigt der Kurs des Basiswertes beispielsweise um zwei Prozent, steigt der Wert des Derivates eventuell um zehn Prozent.


In dem Zusammenhang wird auch vom Hebel oder Leverage gesprochen. Eine weitere Eigenschaft der Derivate ist, dass Anleger sowohl auf fallende als auch auf steigende Kurse spekulieren und davon profitieren können. Daher werden Derivate oftmals auch – vor allem von Unternehmen und institutionellen Anlegern - zur Absicherung von vorhandenen Beständen genutzt. Die meisten Derivate können an der Börse gehandelt werden und kosten in der Regel deutlich weniger als der jeweilige Basiswert.

Chancen und Risiken der Derivate

Derivate gelten als sehr spekulative Finanzinstrumente und werden daher auch der höchsten Risikoklasse (V) zugeordnet. Je nach Art des Derivates kann der Anleger sogar sein gesamtes investiertes Kapital verlieren, und zwar mitunter innerhalb eines kurzen Zeitraumes.


Der Reiz an der Spekulation mit Derivaten liegt auf der anderen Seite aber auch darin, dass in kurzer Zeit genauso relativ hohe Gewinne möglich sind. Chancen und Risiken halten sich in etwa die Waage, wobei Anleger mitunter durch gute Strategie erreichen können, dass im Saldo die Gewinne überwiegen.

Zusammenfassung Derivate

  • Derivate beziehen sich jeweils auf einen bestimmten Basiswert, zum Beispiel auf eine Aktie
  • mit Derivaten kann sowohl auf fallende als auch auf steigende Kurse „gewettet“ werden
  • bekannte Arten sind Optionen, Futures und CFDs
  • hohe Gewinnchancen, aber auch hohe Verlustrisiken
  • Derivate sind ausschließlich für spekulativ eingestellte Anleger geeignet

Video: Derivate einfach erklärt

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