Die sichere Anleiheform: Pfandbriefe

Pfandbriefe zählen seit Jahrzehnten zu den besonders sicheren Anleiheformen, auch wenn dieses Image aufgrund der Finanz- und Immobilienkrise im Jahre 2008 ein wenig gelitten hat. Dennoch ist die hohe Sicherheit auch heute noch ein ganz wesentliches Merkmal und zugleich ein Grund dafür, warum sich besonders sicherheitsbewusste Anleger für ein Investment in Pfandbriefe entscheiden. Die recht hohe Sicherheit der Pfandbriefe basiert auf deren „Struktur“, denn ein Pfandbrief ist in den meisten Fällen mit einem Sachwert als Sicherheit hinterlegt, nämlich mit einer Immobilie bzw. mit einem Grundpfandrecht (Grundschuld) an dieser Immobilie.

Ausgegeben werden die Pfandbriefe von einer sogenannten Pfandbriefbank, die mitunter auch unter der Bezeichnung Hypothekenbank bekannt ist.

Übersicht der Arten von Pfandbriefen

Prinzipiell gibt es unterschiedliche Pfandbriefarten, wie zum Beispiel:


  • Hypothekenpfandbriefe
  • öffentliche Pfandbriefe
  • Schiffspfandbriefe
  • Flugzeugpfandbriefe

Wie „funktionieren“ die Pfandbriefe?

Pfandbriefe müssen bestimmte gesetzliche Auflagen erfüllen und dürfen daher auch nur von solchen Banken emittiert werden, die eine Lizenz zur Ausgabe von Pfandbriefen besitzen. Meistens sind es Realkreditinstitute (Hypothekenbanken), die sich durch die Ausgabe der Pfandbriefe refinanzieren. Was bedeutet das genau? Der Pfandbrief „funktioniert“ im Prinzip so, dass dieser zunächst als Anleihe emittiert und von interessierten Anlegern erworben werden kann, und zwar zu einem bestimmten Nennwert.

Der emittierenden Bank fließt durch den Verkauf an den Anleger dementsprechend Kapital zu. Dieses Kapital der verschiedenen Anleger verleihen die Pfandbriefbanken dann in Form eines Hypothekendarlehens an Kunden, die einen Immobilienkredit benötigen. Dieser Hypothekenkredit wird jedoch nur unter der Voraussetzung vergeben, dass die Bank eine Sicherheit in Form der Grundschuld an der zu finanzierenden Immobilie erhält. Und genau durch diesen Mechanismus ist im Prinzip jeder Pfandbrief mit einer Immobilie als Sachwert-Sicherheit „hinterlegt“.

Welche Eigenschaften weisen Pfandbriefe auf?

Pfandbriefe zählen eindeutig zu den sehr langfristigen Schuldverschreibungen, was vor allem damit zu begründen ist, dass auch die Hypothekendarlehen langfristig vergeben werden. Laufzeiten von zehn Jahren und mehr sind beim Pfandbrief durchaus üblich. Am Ende der Laufzeit erhält der Anleger sein Kapital auf jeden Fall zu einem Kurswert von 100 Prozent zurück. Die langen Laufzeiten müssen allerdings nicht abschreckend, denn nahezu alle Pfandbriefe sind börsenfähig, sodass ein Verkauf der Pfandbriefe über die Börse zu jedem Zeitpunkt (zum dann aktuellen Kurswert) möglich ist. Pfandbriefe sind festverzinsliche Wertpapiere, die meist jährlich ausgezahlten Zinsen stehen also für die gesamte Kaufzeit fest.

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