Fremdlager


Kurz & einfach erklärt:

Fremdlager verständlich & knapp definiert

Ein Fremdlager ist ein Lager, das sich außerhalb des eigenen Betriebsgeländes befindet und nicht vom Unternehmen selbst bewirtschaftet wird. In der Regel wird das Fremdlager von einem auf Lagerlogistik spezialisierten Dienstleister betrieben. Die dort zur Verfügung stehenden Kapazitäten können - je nach Branche und einzulagernde Güter - kurz-, mittel- oder langfristig angemietet werden.
notes Inhalte

Gründe für die Nutzung eines Fremdlagers

Ein externer Lagerhalter kommt in Frage, wenn die eigenen Lagerkapazitäten nicht mehr ausreichen und deren Erweiterung langfristig nicht lohnenswert erscheint. In der Praxis ist dies vor allem bei Nachfrageschwankungen der Fall, wie sie beispielsweise bei Saisonartikeln auftreten können. Durch die externe Lagerung entstehen keine zusätzlichen Fixkosten und das Unternehmen kann flexibel darüber verfügen. Außerdem entfallen die Kosten für Beschäftigung und Qualifizierung von Lagerarbeitern. Daneben bietet ein externes Lager den Vorteil, dass es sich näher an einem Kunden befinden kann.

Durch die Bestellung größerer Mengen können bei der Beschaffung Kostenvorteile realisiert werden, die ohne die Anmietung eines Fremdlagers nicht im Bereich des Möglichen lägen. Ein solches Vorgehen ist natürlich nur dann sinnvoll, wenn die Lagerkosten die Einsparungen nicht überschreiten.

Nachteile des Fremdlagers

Ein Nachteil des Fremdlagers besteht darin, dass oftmals längere Informations- und Transportwege in Kauf genommen werden müssen. Das Unternehmen ist zudem nicht dazu in der Lage, die Lagerung zu überwachen. Dies kann bei Artikeln, die bestimmte Bedingungen für eine Lagerung voraussetzen, problematisch werden. Auch die Lagerung besonders wertvoller Waren und Güter außerhalb kann Risiken nach sich ziehen. Der Logistikdienstleister sollte deswegen sehr sorgfältig ausgesucht werden.

Zusammenfassung

  • Fremdlager kann fehlende Lagerkapazitäten ausgleichen.
  • Keine Fixkosten für neue Lagerflächen.
  • Flexible Nutzung bei Nachfrageschwankungen.
  • Keine direkte Kontrolle der Lagerung.

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