Transportmittel


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Die meisten Waren müssen vor dem Versand auf die eine oder andere Art verpackt werden. Oftmals geschieht dies durch ablegen auf Paletten, Kleinstwaren können auch in Behältern verpackt werden. Es gibt zahllose Transportmittel, hier nur mal einige davon.

Übersicht Transportmittel im Lager


Das wichtigste, und auch jedem bekannt ist die Palette, des Weiteren gibt es:
  • Stahlcontainer: Stahlkisten in Palettengröße in verschiedenen Höhen
  • Gitterboxen: ähnlich den Stahlcontainer mit gleichen Grundmaßen, die Seitenwände allerdings offene Gitterstruktur
  • Rollcontainer: Rollbretter mit zwei labilen Seitenstützen, sind auch aus Supermärkten bekannt.
Die Transportmittel werden in der betrieblichen Logistik oftmals sehr stiefmütterlich behandelt, wobei aber nie bedacht wird, das fehlende Transportmittel den gesamten Produktionsprozess lahm legen können. Auch bei den Transportmittel gilt das System des maximalen- minimalen- und eisernen Bestandes, wobei letzterer in der Regel niemals angegriffen werden sollte. Muss der eiserne Bestand trotzdem genutzt werden, so liegt ein gravierender Fehler der Lagerverwaltung vor.

Viele der Transportmittel gehören zu einem Pool, die bekanntesten sind dabei wohl die Euro-Paletten. Damit dieser Pool funktionieren kann, müssen bei Warenlieferungen stets die Euro-Paletten vom Kunden getauscht werden. Dabei ist auf weitere Verwendbarkeit der Paletten zu achten, beschädigte Paletten müssen nicht zum Tausch akzeptiert werden.

Die Palette

Da aber der regelmäßige Palettentausch bei vielen Kunden nur ein Wunschdenken ist, gehört es mit zur Transportmittelverwaltung, das für jeden Kunden ein Palettenkonto geführt wird, anhand derer man den Palettensaldo jedes einzelnen Kunden erkennen kann.

Liefert ein Kunde lange ausstehende Tauschpaletten nicht zurück, ist der Versender berechtigt, ihm diese mit einer angemessenen Summe in Rechnung zu stellen.

Anders verhält es sich bei de so genannten Einwegpaletten, die, wie der Name schon sagt, nicht zur mehrfachen Verwendung bestimmt sind. Bestimmt ein Kunde in seinen Vorschriften, dass die Ware auf Einwegpaletten geliefert werden soll, wird ihm dieses Transportmittel direkt mit der Ware in Rechnung gestellt.

Somit ist es unumgänglich, dass in den Lieferpapieren der Ware ebenfalls vermerkt wird, welches Transportmittel zum Einsatz gekommen ist, wobei dann bei Einwegtransportmitteln diese später mit in Rechnung gestellt werden, sofern nicht die Preisabsprache inklusive des Transportmittels getätigt wurde. Bei Mehrwegtransportmitteln ist die Vorgehensweise, also Tausch oder Nichttausch auf einem Transportmittelschein (Palettenschein, Behälterschein usw.) zu vermerken und das Transportmittelkonto des Kunden dementsprechend zu buchen.

Die Buchung der Transportmittel sollten parallel auch in die Betriebsbuchhaltung einfließen, damit diese bei Einkauf den Kostenkonten und bei Verkauf an den Kunden den Ertragskonten zugeordnet werden können.

Ablauf einer Contiinventur für Transportmittel im Lager


Um einen reibungslosen Betriebsablauf zu gewährleisten, ist auch bei der Transportmittellagerung eine Contiinventur zu empfehlen. Die Ablauforganisation läuft ab wie folgt:
  • Einkauf der Transportmittel, Einlagerung und Verbuchung; einmal auf das Transportmittelkonto der Lagerverwaltung, zum anderen auf das Kostenkonto der Betriebsbuchhaltung.
  • Entnahme des Transportmittels für die Packstation, inklusive Ausbuchung aus dem Bestand der Lagerverwaltung und Vermerk des Transportmittels auf der Ware.
  • Bei Versand der Ware werden durch die Versandbuchhaltung Einwegtransportmittel in der Betriebsbuchhaltung zur Berechnung freigegeben, Mehrwegpaletten werden hingegen dokumentiert.
  • Nach Rückgabe des Transportmittelbegleitscheins wird dieser entsprechend verbucht; einmal auf dem Transportmittelkonto des Kunden und bei Tausch wieder als Zugang des Transportmittellagers.

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