Stop-Loss

Kurz & einfach erklärt:

Stop-Loss verständlich & knapp definiert

Mit diesem Orderzusatz haben Wertpapierhändler die Möglichkeit, Verluste auf ihre gekauften Wertpapiere zu begrenzen. Hierfür wird mithilfe der Stop-Loss Order eine Grenze festgelegt, bei deren Unterschreitung ein Verkaufsantrag ausgelöst wird. Steigen die Kurse wieder, ist zur Vermeidung zu hoher Verluste eine Korrektur des Auslösezeitpunktes des Verkaufsantrages nach oben notwendig.

Unter Stop-Loss wird ein Orderzusatz verstanden, um die Verluste durch Kursabfälle eingrenzen zu können. Mit einer Stop-Loss-Order wird ein Kurs bestimmt, bei dem ein Verkaufsantrag ausgelöst werden soll. Eine Stopp-Order wird daher bei Erreichen der festgelegten Grenze immer in eine andere Order umgewandelt.

An welchen Handelsplätzen ist Stop-Loss sinnvoll?

Grundsätzlich kann eine Stop-Loss-Order an jedem Handelsplatz schief gehen. Am besten eignet sich ein Handelsplatz mit hoher Liquidität und Abendhandel. Da auf Xetra nur bis 17:30 Uhr gehandelt wird, können Gewinnwarnungen nach Börsenschluss fatale Folgen haben. Kleine Handelsplätze haben den Nachteil, dass sie aufgrund der geringen Umsätze hohe Kurslücken aufweisen können.

Anpassung der Stop-Loss-Order sinnvoll

Wenn die Kurse steigen, ist es bei einer Stop-Loss Strategie wichtig, den Stopp-Kurs nach oben anzupassen. Der Anleger sollte hier allerdings die Kostenstruktur seiner Bank kennen, da einige Banken und Broker für jede Änderung der Order Transaktionskosten verlangen.


Eine weitere Möglichkeit bietet der Trailing-Zusatz. Bei einer Trailing-Stop-Loss-Order liegt der Stopp-Kurs immer in einem bestimmten Abstand zum Höchstkurs. Bei einem Fall des Kurses und Erreichen der Stopp-Grenze verwandelt sich die Order in eine Market-Sell-Order und sichert so automatisch einen Teil des Kursgewinnes.

Wo sollte eine Stop-Loss-Order liegen?

Leider gibt es dafür keine allgemeingültige Faustregel. Nach Aussagen von Börsenexperten sollte der Stopp-Kurs bei stabilen Aktien bei etwa zehn Prozent unter dem aktuellen Kurs liegen. Bei Wertpapieren die starken Schwankungen unterliegen, halten Fachleute eine Spanne von zwanzig Prozent unter Kurs für ratsam. So gesehen ist der Stopp-Kurs sehr von der Volatilität, also dem Risikomaß der Aktie und der Risikoneigung des Anlegers abhängig.

Stop-Loss – Zusammenfassung

  • Standard-Instrument bei Anlegern und Brokern
  • Sicherung der Investitionen vor zu hohen Verlusten
  • Trailing-Zusatz ermöglicht ein vollautomatisches Nachziehen des Stopp-Kurses.
  • Stop-Loss-Order sollte an liquiden und lang handelnden Handelsplätzen angewendet werden.

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Themen: Börse

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