Lohn und Gehalt buchen (Teil 1) (Video)

Die Buchungen von Lohn und Gehalt - hier scheitern viele im Buchungssatz-Dschungel. Wir haben in diesem Video versucht, euch die Systematik der verschiedenen Buchungen deutlich zu machen. 


 Es kann nicht schaden, sich vorher schon mal etwas Basis-Wissen angelesen zu haben:


Hier geht es zum zweiten Teil vom Video "Lohn und Gehalt"

Transkription zum Video:

Hallo liebe Rechnungswesen Freunde,

willkommen zum heutigen Video mit dem Titel Lohn und Gehalt buchen. Dieses Thema Lohn und Gehalt verbuchen ist ein sehr komplexes Thema, deshalb musste ich warten, bis ich das neue riesen White—Board zur Verfügung hatte, um Euch die Thematik von Lohn und Gehalt buchen zu verdeutlichen. In vielen vorhergehenden Videos haben wir uns schon mit dem Aufstellen von Buchungssätzen befasst und auch mit dem Verbuchen in den jeweiligen Konten. Nur waren es da eher einfache Buchungssätze, wenn das damit die Regionalliga war, ist das hier die Bundesliga und das ist schon ein bisschen anspruchsvollerer Stoff, was aber gut und gerne in den Klassenarbeiten und Klausuren von den Rechnungswesen Lehrern und Dozenten abgefragt werden kann. Also ganz beliebt bei Klausuren, Test usw. Schon die die Bundesliga des Buchens.

Zu allererst schauen wir uns mal an, warum wir überhaupt Lohn und Gehalt buchen müssen und warum das eher ein komplizierterer Fall ist. Dazu habe ich hier wie immer, einen Ausgangssatz oder eine These aufgeschrieben. Diese lautet in dem Fall: Unternehmen sind dazu verpflichtet, Steuern und Sozialversicherungsbeiträge vom Bruttobetrag bzw. Bruttolohn abzuziehen und an die entsprechenden Behörden zu übertragen. Im Klartext bedeutet das, das Unternehmen muss sämtliche Zahlungen, sowohl das Nettogehalt für den Arbeitnehmer, oder Nettolohn, als auch die Steuern und die Sozialversicherungsbeiträge an die entsprechenden Behörden und den Arbeitnehmer natürlich überweisen. Um euch das Aufstellen der Buchungssätze und der Verbuchen in die Konten bestmöglich zu verdeutlichen, habe ich wie immer, hier mal ein Beispiel aufgestellt.

Das Beispiel lautet: Herr Nagel verdient 3200€ brutto im Monat und dabei entstehen Steuern von 608,63, ein SV-Anteil Arbeitnehmer von 648,92€, ein SV-Anteil Arbeitgeber von 580,14€, diese ergeben zusammen 1224,06€, das ist später noch bedeutend. Und die Fragestellung ist, welche Buchung muss das Unternehmen durchführen? Wir sind in diesem Fall jetzt natürlich nicht Herr Nagel, sondern der Arbeitgeber von Herrn Nagel und müssen jetzt die Buchungssätze aufstellen und die Buchungen auf den jeweiligen Konten vornehmen. Hier in dem Beispiel da haben wir Steuern von 608,63€. Diese Arbeitnehmer sind natürlich von Arbeitnehmer zu Arbeitnehmer unterschiedlich, sind von der Steuerklasse beispielsweise abhängig, von Steuerfreibeträgen, ob Kinder vorhanden sind, verheiratet, nicht verheiratet und so weiter. Die Kirchensteuer spielt hier auch mit rein. Ist von Arbeitnehmer zu Arbeitnehmer unterschiedlich. Hier der SV-Anteil, also der Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteil können auch von Arbeitnehmer zu Arbeitnehmer unterschiedlich sein. In dem Beispiel sind jetzt die Daten gegeben. In der Klassenarbeit oder Klausur oder Test werden euch die Daten ja auch vorgegeben sein. Das Schwierige ist halt, dass Verbuchen, das Aufstellen der Buchungssätze und das letztendliche Verbuchen.

Nun will ich euch zeigen, wie man die Buchungssätze aufstellt anhand dieses Standardbeispiels hier. Wir haben hier den ersten Buchungssatz – SV Verbindlichkeiten an Bank in Höhe von 1224,06€ und die entstehen wie folgt, das ist nämlich der SV Anteil Arbeitnehmer und der SV Anteil Arbeitgeber, die teilen sich das ja hier fast. Die beiden muss das Unternehmen, also der Arbeitgeber zusammen überweisen. Das geschieht hier, wir überweisen per Banküberweisung unsere Bank wird weniger und unsere SV Verbindlichkeiten werden mehr in dem Fall. Der zweite Buchungssatz lautet Gehälter mit 3002€ an SV Verbindlichkeiten mit 643,92 und Finanzbehörden Verbindlichkeiten mit 608,63€ und an Bank mit 1745. Wir haben hier mit Gehältern ein Erfolgskonto, was gebucht wird mit dem Gesamtbruttoeinkommen von Herrn Nagel von 3200€. Innerhalb der doppelten Buchführung wird hier das Gewinn- und Verlustkonto, bzw. Erfolgskonto Gehälter berührt und deswegen findet diese Buchung hier noch statt. Zudem sind Verbindlichkeiten jeweils betroffen und zwar das sind hier Bestandskonten, aber das gucken wir uns gleich noch mal an, wenn wir die in die einzelnen Konten verbuchen werden.

Der dritte Buchungssatz lautet in dem Fall: Arbeitgeber SV an SV Verbindlichkeiten. Hier ist wieder ein Erfolgskonto betroffen, werden wir uns gleich noch mal anschauen und ein Bestandskonto. Hier wird es jeweils miteinander verbucht und zwar 508,14€. Dieser Buchungssatz muss aufgestellt werden, weil der Arbeitgeberanteil von der Sozialversicherung ja tatsächlich von dem Unternehmen gezahlt wird, muss also in der Gewinn- und Verlustrechnung negativ ins Gewicht fallen.

Als letzten und vierten Buchungssatz, also ihr müsst euch merken, vier Buchungssätze fallen bei solche einem Beispiel an und es sind dann meistens die. Also die müsst ihr euch dann einprägen. Also als vierter ist dann FB Verbindlichkeiten, was hier die Steuern sind, müssen bezahlt werden und zwar per Banküberweisung in Höhe von 608,63€. Nachdem ich euch nun gezeigt habe, wie man diese Buchungssätze aufstellt, und was diese inhaltlich, bezogen auf unser Beispiel bedeuten, möchte ich euch nun zeigen, indem man diese Buchung um die diese vier Buchungen, in den Konten vornimmt. Gehen wir hier wieder Schritt für Schritt vor, wir haben hier den ersten Buchungssatz SV-Verbindlichkeiten ist betroffen und unsere Bank ist betroffen. Diese finden wir hier jeweils bei den Bestandskonten wieder. Mit der Goldenen Regel Soll an Haben schauen wir uns wieder an, auf welcher Seite wird verbucht. Und zwar haben wir hier auf der Sollseite SV Verbindlichkeiten, also hier, schreibe ich hier mal eine kleine 1 hin, also hier findet eine Buchung statt im Wert von 1224,06€. Außerdem ist wie gesagt, das Konto Bank betroffen, das buchen wir hier im Haben, also unsere Bank wird weniger, mache ich hier auch wieder eine 1 um die Übersichtlichkeit zu bewahren. Wir haben hier also unseren ersten Buchungssatz verbucht in das Konto Bank und in das Konto Sozialversicherungsverbindlichkeiten.

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