Vermögenswert


Kurz & einfach erklärt:

Vermögenswert verständlich & knapp definiert

Ein Vermögenswert ist ein Gut, welches sowohl materiell als auch immateriell sein kann. Diesem kann ein Wert zugeschrieben werden. Zum einen kann der Vermögenswert ein Sachwert, wie z.B. eine Maschine, zum anderen aber kann er auch ein Finanzwert, wie bspw. Bargeld, sein.
notes Inhalte

Der Vermögenswert ist ein materiell greif-, mess- und fühlbarer Gegenstand oder ein immaterielles Gut (z. B. eine Software-Lizenz, ein Nutzungsrecht oder eine Lizenz/Konzession), dem ein Marktpreis zugeordnet werden kann oder der gehandelt werden kann. Der Vermögenswert spielt im Wirtschaftsleben von Unternehmen und Privatpersonen eine außerordentliche Rolle.

Neben dem eigentlichen Nutzen des Vermögensgegenstandes hat er erhebliche wirtschaftliche Auswirkungen: Die Summe der Bewertungen der Vermögenswerte eines Unternehmens bzw. einer Privatperson ist ein zusätzliches Bonitäts- bzw. Kreditwürdigkeitsmerkmal und ermöglicht eine realitätsnahe Darstellung der Vermögensverhältnisse.

Bewertungsproblematik bei den Vermögenswerten



In der Unternehmensbilanz werden die Vermögenswerte auf der Aktivseite gesammelt und nach der erwarteten Fristigkeit sortiert. Dabei werden beispielsweise Handelswaren oder zum Weiterverkauf gedachte Vermögensgegenstände unter dem Umlaufvermögen subsumiert; Maschinen, Ausrüstungen oder auch zum Geschäftsbetrieb notwendige Grundstücke werden als Anlagevermögen bezeichnet.

Die realitätsnahe Bewertung der Vermögenswerte ist eine große Herausforderung: Maschinen und Anlagen unterliegen einem technischen Verschleiß bzw. der Abnutzung, auch Rostbildung und ähnliches kann die Nutzungsdauer beschränken. Deshalb werden Maschinen und Anlagen von ihrem ursprünglichen Anschaffungspreis über die Nutzungsdauer abgeschrieben. Mit der Folge dass stets ein realistischer Wert ausgewiesen wird und nicht der ursprünglich höhere Anschaffungs- bzw. Neuwert. Beim Umlaufvermögen dürfen nur die reinen Erstellungskosten berücksichtigt werden, nicht ein etwaiger später möglicher Markt- oder Einzelverkaufspreis. Bei Privatpersonen ist diese Problematik nicht gegeben, da diese keine Bilanz bzw. Vermögensaufstellung aufstellen müssen.


Vermögenswerte und deren Verteilung in der marktwirtschaftlichen Diskussion



Neben der Beschreibung des Gesamtvermögens oder der Aufteilung in Vermögenswerteklassen (auch Assetklassen genannt) haben diese auch eine Steuerungs- bzw. Lenkungsfunktion: Im Zusammenhang mit der gesamtwirtschaftlichen Diskussion bzw. Entscheidung um die möglichst gerechte Steuererhebung prallen immer wieder zwei Welten aufeinander: Während insbesondere die politisch als links eingeordneten Parteien auch eine Besteuerung der Vermögenswerte verlangen, bevorzugt die Mehrheit die einmalige Besteuerung beispielsweise der Einkommen aus Arbeit oder Kapital und keine Substanzbesteuerung. Lediglich ein Zuwachs der Vermögenswerte (Kapitalerträge) unterliegt der Besteuerung, in Deutschland beispielsweise dem reduzierten Steuersatz von 25 % (plus Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer).

Die angemessene bzw. richtige Verteilung der Vermögenswerte ist auch eines der UN-Milleniumsziele und wird neben dem Aspekt der Vermögensgleichheit auch unter dem Blickwinkel der Geschlechter- oder Verteilungsgerechtigkeit betrachtet.

Zusammenfassend kann gesagt werden:


  • Bei Vermögenswerten handelt es sich um materiell greifbare und immaterielle Güter wie Rechte und Lizenzen
  • Vermögenswerte sind ein bewährter Indikator für die jeweilige Vermögensposition bzw. den Wohlstand Einzelner oder von Gruppen
  • Anders als bei einem Konto in inländischer Währung gibt es bei den Vermögenswerten oftmals die Herausforderung des Findens einer angemessenen Bewertung


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