Variabler Spread


Kurz & einfach erklärt:

Variabler Spread verständlich & knapp definiert

Der Spread ist die Differenz zwischen Briefkurs (wie viel verlangt der Inhaber eines Wertpapiers im Verkauf) und Geldkurs (Zu welchem Kurs ist ein Marktteilnehmer zum Kauf eines Wertpapiers bereit). Ist diese Differenz abhängig von der Geldmenge in einer Volkswirtschaft oder der Volatilität eines Marktes und verändert sich diese Differenz über die Zeit, so spricht man von einem Variablen Spread.

Der variable Spread stellt die Differenz zwischen BID (Geldkurs) und ASK (Briefkurs) dar und wird in Pips gemessen. Je geringer der Spread ist, umso positiver ist dies für den Inhaber zu bewerten, da die Differenz zwischen BID und ASK entsprechend gering ist.

Abhängigkeit variabler Spreads von Liquidität und Schwankungen

Von einem variablen Spread wird immer dann gesprochen, wenn er Abhängigkeiten zur Liquidität und den Schwankungen (Volatilität) des Marktes aufweist. Beeinflussende Faktoren auf das Verhalten des Marktes sind beispielsweise die Veröffentlichung wichtiger Wirtschaftsdaten eines Unternehmens, da diese direkten Einfluss auf BID und ASK nehmen.



Eine hohe Liquidität der Finanzinstrumente hat einen niedrigen Spread zur Folge. Stark ausgeprägte Marktschwankungen eines Papiers erhöhen den Spread. Daraus resultiert eine variable Differenz, die sich in Abhängigkeit zum Verhalten des Marktes verändert. Ein Beispiel ist die fallende Liquidität der Finanzinstrumente während der Nachtstunden. Diese verursachen in der Regel einen leicht steigenden Spread. Mit dem Steigen der Liquidität in den Morgenstunden sinkt der Spread.

Zusammengefasst bedeutet dies:

  • Ein Spread informiert grundsätzlich über die Differenz zwischen BID und ASK.
  • Variable Spreads stehen immer in Abhängigkeit von Liquidität und Volatilität des Marktes.
  • Der Messwert für den Spread wird als Pips bezeichnet.


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