Umfeldanalyse

Kurz & einfach erklärt:

Umfeldanalyse verständlich & knapp definiert

Mit einer Umfeldanalyse überprüfen Unternehmen alle externen Faktoren, die einen Einfluss auf die Tätigkeit des Unternehmens haben. Dazu gehören sowohl Kriterien wie etwa Absatz- und Beschaffungsmärkte als auch staatliche oder gesellschaftliche Rahmenbedingungen.

Im Rahmen einer Umfeldanalyse untersucht ein Unternehmen spezielle, externe Faktoren, die einen direkten oder indirekten Einfluss auf die Geschäftstätigkeit haben. So können beispielsweise Absatzmärkte, Beschaffungsmärkte, wirtschaftliche Rahmenbedingungen oder auch gesellschaftliche Faktoren untersucht werden.

Umfeldanalyse im Unternehmen

Umfeldanalysen finden gerade in großen Unternehmen laufend statt. Dabei ist allerdings zwischen Analysen für die strategische Planung und die Projektplanung zu unterscheiden. Dennoch zielen beide Varianten auf ähnliche Faktoren ab:

  • Markt: Wie gestaltet sich die Situation auf dem Markt? Was sind meine Kunden und was wollen sie? Was bietet die Konkurrenz an? Wo können Kapital, Arbeit und Rohstoffe für das Unternehmen beschafft werden?
  • Rahmenbedingungen: Wie gestaltet sich die aktuelle, gesamtwirtschaftliche Situation? Muss bei bestimmten Projekten oder Produkten auch auf rechtliche Aspekte geachtet werden?
  • Gesellschaft: Welche Werte sind in der Gesellschaft wichtig, in der sich das Unternehmen bewegt? Gibt es ein hohes Umweltbewusstsein? Wandeln sich derzeit bestimmte Werte?


Diese Fragen gilt es, in der Umfeldanalyse zu bewerten – immer vor dem Hintergrund der strategischen Entwicklung des Unternehmens.

Umfeldanalyse erstellen – wie geht das?

Die Erstellung der Umfeldanalyse läuft immer nach einem ähnlichen Schema ab. Möchte das Unternehmen beispielsweise ein neues Produkt einführen, werden zunächst alle Umweltfaktoren gesammelt, die relevant sein könnten. Dazu gehören steuerliche und rechtliche Aspekte, benötigte Ressourcen, die Zielgruppe und die Konkurrenz.

Anschließend werden die Umweltfaktoren konkretisiert und aktiv bewertet. Findet das Team beispielsweise heraus, dass ein Konkurrent enorm hochwertige Produkte fertigt, könnte der Markteintritt in diesem Segment schwierig werden. Auf Basis der Bewertungen werden dann Lösungen und Maßnahmen entwickelt. So können das Unternehmen etwa möglichst preiswerte Produkte produzieren, weil hierfür Nachfrage besteht, die Konkurrenzsituation im Markt aber relativ gering ist.

Beispiel für die Umfeldanalyse

Ein großer Autobauer analysiert sein aktuelles und künftiges Marktumfeld, um auch in Zukunft wettbewerbsfähig zu bleiben. Im Rahmen dieser Analyse könnten folgende Faktoren aufgedeckt werden:

  • Aktuell noch hohe Nachfrage nach Diesel- und Benzin-Autos.
  • Allerdings steigt die Nachfrage nach E-Autos schon jetzt.
  • Zudem hat die deutsche Gesellschaft ein enorm hohes Umweltbewusstsein.
  • Durch die Energiewende fördert der Staat Elektromobilität.
  • Auf dem Markt gibt es zwar Konkurrenz, die steht aber noch in den Startlöchern.


Hieraus leitet der Konzern ab, dass er ebenfalls im Bereich der Elektroautos tätig werden sollte. Zwar laufen die herkömmlichen Fahrzeuge derzeit noch gut, die Umfeldanalyse zeigt jedoch, dass sich das in Zukunft wahrscheinlich ändern wird.

Umfeldanalyse – Definition & Erklärung – Zusammenfassung

  • Im Rahmen einer Umfeldanalyse analysieren Unternehmen ihr komplettes Umfeld
  • Dazu gehören beispielsweise gesellschaftliche, wirtschaftliche und gesetzliche Rahmenbedingungen
  • Durch die Umfeldanalyse kann sich das Unternehmen strategisch weiterentwickeln

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Themen: Wirtschaft

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