Subunternehmerquote

Kurz & einfach erklärt:

Subunternehmerquote verständlich & knapp definiert

Die Subunternehmerquote ist eine betriebswirtschaftliche Kennziffer. Sie stellt den Anteil der externen Leistung gegenüber der Gesamtleistung dar.

Je nach hergestelltem Produkt sind häufig die Leistungen mehrerer Unternehmen bis zur endgültigen Fertigstellung notwendig. 


Eine betriebswirtschaftliche Kennziffer, welche den Anteil der für die Produktion notwendigen externen Leistungen beschreibt, ist die sogenannte Subunternehmerquote. Zu dessen Errechnung wird der Umfang externer Leistungen ins Verhältnis zu den erforderlichen Gesamtleistungen gesetzt. 

Die sich ergebende prozentuale Quote beschreibt aus Sicht des Unternehmens demnach die Höhe der fremden Leistungen. 

Grundsätzlich gilt: Je niedriger die Subunternehmerquote, desto unabhängiger kann ein Unternehmen seine Güter produzieren. Allerdings bedeutet eine niedrige Subunternehmerquote in aller Regel auch höhere eigene Personalaufwendungen. Umgekehrt steigt in diesem Fall jedoch in der sogenannten Gewinn- und Verlustrechnung der Aufwand für bezogene Leistungen.

Bedeutung der Subunternehmerquote

Kaum ein Produktions- oder Dienstleistungsunternehmen führt heute noch alle Produktionsschritte selbst durch. Insbesondere in der IT-Branche, im Baugewerbe und der Landwirtschaft kommen sogenannte Subunternehmen zum Einsatz, die einen Teil der Leistungserstellung übernehmen. Als Subunternehmerquote wird folglich der Anteil am eigentlich Endprodukt bezeichnet, der nicht vom eigentlichen Leistungserbringer, sondern Subunternehmern erbracht worden ist. Gründe hierfür:

  • Kosteneinsparungen: Der Subunternehmer kann die Leistung kostengünstiger durchführen, weil er sich beispielsweise stark auf die Durchführung eben dieser Teilleistung spezialisiert hat.
  • Spezialisierungsvorteile: Unter Umständen können durch die Spezialisierung und das Fachwissen auch Qualitätsvorteile entstehen.
  • Schnelligkeit: Subunternehmer können die Zwischenprodukte häufig deutlich schneller produzieren als das Hauptunternehmen.
  • Überlastung: Gerade in der Bauwirtschaft kommt es zu saisonal starken Schwankungen bei den Kapazitäten, die nur durch Subunternehmer auszugleichen sind.


Wie hoch der Anteil der Subunternehmer letztlich ist, hängt stark von der Branche und dem Hauptunternehmen ab. Lediglich im Öffentlichen Personennahverkehr gibt es eine maximale Subunternehmerquote von 50 Prozent, die von der EU festgelegt worden ist.

Beispiel für die Subunternehmerquote

Als gutes Beispiel für die Subunternehmerquote kann die Automobilbranche dienen. Beispielsweise haben Untersuchungen ergeben, dass bei Porsche nur rund 10 bis 20 Prozent der eigentlichen Autoproduktion vom Autobauer selbst durchgeführt werden. Für den Großteil der Produktion sind demnach Subunternehmer verantwortlich, die etwa folgende Leistungen erbringen:

  • Produktion von Stahl, Aluminium und Carbon
  • Herstellung einzelner, kleiner Komponenten des Motors
  • Produktion der Autofenster


Vereinfacht gesprochen setzt Porsche diese vorgefertigten Teile in der eigenen Produktionsstätte nur noch zusammen, es werden aber keine kleineren Komponenten mehr selbst produziert. Der Fokus des Autobauers liegt vielmehr im Bereich Forschung und Entwicklung, um sich hierdurch Wettbewerbsvorteile zu verschaffen.

Subunternehmerquote – Definition & Erklärung – Zusammenfassung

  • Die Subunternehmerquote misst das Verhältnis aus Eigen- und Fremdleistung
  • Subunternehmer werden eingesetzt, um Kostenersparnisse oder Spezialisierungsvorteile zu erwirken
  • In einigen Branchen sind Subunternehmerquoten von über 80 Prozent durchaus gängig

 

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Themen: Wirtschaft

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