Staatsverschuldung

Kurz & einfach erklärt:

Staatsverschuldung verständlich & knapp definiert

Bei einer Staatsverschuldung handelt es sich um die zusammengefassten Schulden des Staates und wird immer als nominaler Bruttowert ausgewiesen. Die Höhe der Staatsverschuldung sagt wenig über die wirtschaftlichen Auswirkungen aus.

Unter Staatsverschuldung versteht man die kumulierten Verbindlichkeiten, die ein Staat Dritten gegenüber schuldet. Innerhalb der EU versteht man unter staatlichen Schulden nicht nur die Verbindlichkeiten, welche auf die Gebietskörperschaften des Staates entfallen. Der Gesamtstand der Staatsverschuldung umfasst deshalb auch die Schulden stark öffentlich-rechtlich beeinflusster Institutionen der Sozialversicherung wie die öffentlichen Kranken- und Rentenversicherer.

Die Staatsverschuldung wird in nominalen Bruttowerten ausgewiesen

Die Staatsverschuldung wird als nominaler Bruttowert ausgewiesen. Das heißt, dass die Dritten geschuldeten Verbindlichkeiten nicht um Forderungen des Staates an diese oder andere Dritte vermindert werden. Darüber hinaus werden bei der Ermittlung des staatlichen Schuldenstandes nur die Nominalwerte heran gezogen, zu denen die Schulden verbucht sind.

Nominale Werte reichen nicht zur objektiven Bewertung der Staatsverschuldung


Wie bei Privatpersonen oder Unternehmen bestimmt der Grad staatlicher Verschuldung die Bonität und Kreditwürdigkeit des Staates bzw. der staatlichen Gebietskörperschaft. Die aus staatlichen Schulden resultierenden finanziellen Konsequenzen können durch Betrachtung der Gläubigerstruktur, der Währungen, in denen das Geld geschuldet wird oder auch den Ursachen für die Entstehung der Schulden stark relativiert werden. Die reine Betrachtung der Staatsverschuldung zum Nominalwert reicht deshalb nicht aus, um den Grad der Verschuldung und dessen Auswirkungen auf die Bonität der dem staatlichen Sektor zugerechneten Körperschaften richtig zu interpretieren.

Hier das Wichtigste zum Thema Staatsverschuldung auf einem Blick:

  • Die Staatsverschuldung entspricht dem Schuldenstand der öffentlichen Hand und den ihr nahe stehenden Institutionen Dritten gegenüber
  • Es gelten immer die bei der Erfassung einer staatlichen Schuld nominal gebuchten Werte
  • Der reine Gesamtwert der Staatsverschuldung sagt wenig über ihre wirtschaftlichen Auswirkungen aus

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