Sortimentsbreite

Kurz & einfach erklärt:

Sortimentsbreite verständlich & knapp definiert

Mit der Sortimentsbreite messen Unternehmen, wie viele verschiedene Warengruppen sie anbieten. Tendenziell haben Warenhäuser eine enorm hohe Sortimentsbreite, auch wenn die Messbarkeit der Kennzahl nicht vereinheitlich ist.

Die Sortimentsbreite beschreibt, wie viele verschiedene Warengruppen ein Unternehmen führt. So kann beispielsweise bei Warenhäusern davon gesprochen werden, dass sie eine hohe Sortimentsbreite aufweisen. Eng damit verbunden ist der Begriff der Sortimentstiefe, der allerdings beschreibt, wie hoch die Auswahl an Produktvarianten innerhalb einer Warengruppe ist.

Was beschreibt die Sortimentsbreite?

Verfügt ein Unternehmen über ein breites Sortiment, so bietet es viele unterschiedliche Warengruppen an. Dabei besteht allerdings keine klare Abgrenzung des Begriffs „Sortimentsbreite“. Wann genau ein Sortiment breit ist, ist nicht definiert. Wohl aber, worauf die Kennzahl allgemein abzielt:

  • Produkte lassen sich zu Warengruppen zusammenfassen. Beispielsweise gehören Vollkornbrot, Roggenbrot und Weißbrot der Warengruppe Brot an.
  • Die Sortimentsbreite misst, wie viele unterschiedliche Warengruppen ein Unternehmen anbietet.
  • So gelten die Produktangebote von Warenhäusern generell als „breit“, haben sie doch oft von Haushaltswaren über Lebensmittel bis hin zu Sportprodukte und Kosmetika verschiedenste Warengruppen im Sortiment.
Unterschied: Sortimentstiefe

Sortimentsbreite und Sortimentstiefe sind unter keinen Umständen synonym zu verwenden. So bezieht sich die Sortimentstiefe immer auf die Zahl der Produktvariationen innerhalb einer Warengruppe, die ein Unternehmen anbietet. Beispielsweise kann hat der Bäcker zwar ein flaches Sortiment, wenn er ausschließlich Brot anbietet, das kann aber dafür sehr tief sein, wenn er in der Warengruppe „Brot“ 50 verschiedene Produktvarianten (Vollkorn, Roggen, Sonnenblumenkern etc.) führt.

Vorteile und Nachteile eines breiten Sortiments

Ein breites Sortiment bietet vor allem im Einzelhandel gewisse Vorteile. Beispielsweise kann ein Kunde bei Karstadt nicht nur seine neuen Jogging-Schuhe kaufen, sondern auch gleich noch das dringend benötigte Salat-Besteck und einen neuen Xbox-Controller. So spart sich der Konsument den Aufwand, hierfür drei spezialisierte Geschäfte aufsuchen zu müssen. Entsprechend profitiert der Händler natürlich davon, dass er diese „Multi-Kunden“ besser bedienen kann als die Konkurrenz.

Allerdings entstehen so keine Spezialisierungsvorteile. Benötigt der Kunde etwa eine speziell angepasste Sonnenbrille, wird er diese nicht im Warenhaus kaufen. Denn beim spezialisierten Optiker ist die Sortimentstiefe deutlich größer als im sehr breit aufgestellten Warenhaus. Zudem ist tendenziell auch die Beratung besser, weil sich die Mitarbeiter nicht mit einem sehr breiten, stark unterschiedlichen Sortiment auskennen müssen, sondern nur mit den Varianten innerhalb einer Warengruppe.

Sortimentsbreite – Definition & Erklärung – Zusammenfassung

  • Die Sortimentsbreite beschreibt, wie viele verschiedene Warengruppen ein Unternehmen anbietet
  • Dabei ist nicht klar definiert, wann das Sortiment wirklich als breit zu bezeichnen ist
  • Im Gegensatz dazu steht die Sortimentstiefe, die die Zahl der angebotenen Produktvarianten innerhalb einer Warengruppe beschreibt

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Themen: Wirtschaft

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