Skonto

Kurz & einfach erklärt:

Skonto verständlich & knapp definiert

Als Skonto wird ein Preisnachlass auf gelieferte Ware bezeichnet, wenn der Kunde anstatt eines verzögerten Zahlungsziels die Möglichkeit ergreift, die Ware sofort bzw. innerhalb einer kürzeren Frist zu bezahlen.

Das Skonto stellt einen Preisnachlass auf einen Rechnungsbetrag dar, den der Lieferant bei der Bezahlung innerhalb einer bestimmten Frist gewährt. Der Verkäufer gibt es mit einer Prozentzahl an, meist beträgt es zwischen 2 und 3 %. Auch Staffelungen kommen zum Einsatz, bei diesen sinkt die Höhe des Skontos zu festgelegten Fristen. Der Begriff leitet sich vom italienischen “scontare” ab, was im Deutschen “abziehen” bedeutet. Dieser Preisnachlass kann sich auf den gesamten Rechnungsbetrag oder auf einen Teil beziehen. Im Dienstleistungsgewerbe wie im Handwerk gilt er gewöhnlich nur für die Materialkosten, die Arbeitskosten bleiben außen vor.

Skonto aus Sicht des Verkäufers

Lieferanten wollen mit dem Skonto einen Anreiz setzen, dass Kunden den Rechnungsbetrag zügig bezahlen. Vor allem im B2B-Handel existieren mehrwöchige Zahlungsziele, häufig dreißig Tage. Dieser Zeitraum fungiert als zinsloser Lieferantenkredit. Die Zeitspanne unterteilen die Unternehmen in zwei Bereiche: mit und ohne Skonto. So dürfen Kunden in den ersten 14 Tagen den Betrag abzüglich des Nachlasses überweisen, vom 15. bis zum 30. Tag müssen sie die komplette Summe bezahlen. Danach beginnt das Mahnverfahren als weitere Stufe, in der Mahngebühren und eventuell Verzugszinsen anfallen. Die Kosten für das Skonto berücksichtigen Lieferanten in der Preiskalkulation.

Finanzielle Attraktivität für den Kunden

Kunden stehen vor der Wahl, ob sie innerhalb der Skonto-Frist bezahlen und vom Nachlass profitieren oder ob sie das Zahlungsziel ausreizen wollen. Aus finanzieller Perspektive ist klar, welche Option vorzuziehen ist: Mit einem Skonto sparen sie viel Geld. Sie erhalten beispielsweise in den ersten 14 Tagen 3 % Skonto, danach können sie weitere 14 Tage ohne Skonto zahlen. Die erste Variante ergibt eine hohe Rendite. Es lohnt sich in den meisten Fällen sogar, einen Rechnungsbetrag mittels kurzfristigen Krediten wie einem Kontokorrentkredit zu finanzieren. Die Ersparnis durch das Skonto übertrifft die Zinskonten deutlich.

Skonto - Zusammenfassung:

  • Preisnachlass auf den Rechnungsbetrag
  • in Prozent angegeben
  • soll zum zeitnahen Zahlen animieren
  • Inanspruchnahme erweist sich für Käufer als finanziell vorteilhaft
  • Satz liegt oftmals bei 2 bis 3 %

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Themen: Buchhaltung

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