Regallagerung

Kurz & einfach erklärt:

Regallagerung verständlich & knapp definiert

Als Regallagerung wird der Einsatz ortsfester Regale bezeichnet, auf dem einzelne Lagereinheiten bzw. Güter und Waren eingelagert werden. Diese Einlagerung kann - je nach Lager - einfach oder mehrfachtief erfolgen. Durch die Einrichtung von Regalen lässt sich das Raumangebot in vielen Fällen besser ausnutzen. Dies gilt vor allem für nicht stapelbare Lagergüter, die sich darin raumsparender unterbringen lassen.

Arten von Regallagern

Es gibt verschiedene Arten von Regallagern
Fachbodenregallager: Das Fachbodenregallager gehört zu den ältesten und am weitesten verbreiteten Lagerformen. Die Investitionskosten hierfür sind relativ gering, da es nur mit einem geringen Grad an Automatisation ausgestattet ist. Dafür ist für die Bedienung eines solchen Lagers ein höherer Personaleinsatz nötig. Einzelne Regale können bis zu zwei Meter hoch sein und werden manuell bedient. Für einen besseren Raumnutzungsgrad kann aber auch auf eine mehrgeschossige Variante mit Zwischenböden zurückgegriffen werden.

Schubladenregallager: Das Schubladenregallager dient in erster Linie der übersichtlichen und platzsparenden Lagerung von Kleinteilen. Es gleicht einem Schubladenschrank und lässt sich sehr gut in bereits bestehende Fachbodenregallager integrieren.

Statische Regallagerung mit einfachtiefer Belegung: Bei diesem Palettenregallager bilden die Lagergestelle feste Feldbreiten, die sich in der Praxis meist an den Abmessungen von Europaletten oder denen der deutschen Industriepalette orientieren. Die stabilen Regalkonstruktionen sind meist aus Aluminium- oder Stahlprofilen konstruiert und können beispielsweise bei Hochregallagern Höhen von bis zu 50 Metern erreichen. Durch die einfachtiefe Belegung lässt sich im Lager ein hoher Grad an Automatisierung erzielen. Sie erleichtert zudem den Zugriff auf einzelne Paletten von mehreren Seiten. Dem steht der vergleichsweise geringe Volumennutzungsgrad gegenüber, da zwischen den einzelnen Regalen noch genügend Platz für die Einlagerung (z. B. mittels Gabelstapler) verbleiben muss.

Einfahr- und Durchfahrregallager: Diese Regallager bieten genügend Platz, um Paletten mit Flurfördergeräten ein- und auflagern zu können. Derartige Lager bieten die Möglichkeit einer Blockstapelung und einen höheren Flächen- bzw. Raumnutzungsgrad. Aufgrund der sequenziellen Einlagerung eignet sich dieses Regallager jedoch nur für in größeren Mengen eingelagerte Artikel mit einer möglichst langen Verweildauer.

Satellitenregallager: Diese Form des Regallagers verfügt über Lagerkanäle, an denen die einzelnen Lagereinheiten mehrfachtief eingelagert werden. Bei der Auslagerung kommt das LIFO-Prinzip ("Last in - first out") zum Tragen. In diesen Lagern kommen autonom operierende Satellitenfahrzeuge zum Einsatz. Die Einrichtung eines solchen Lagers ist sehr kostenintensiv, ermöglicht dafür aber eine sehr raumsparende Lagerung und einen hohen Grad an Automatisierung.

Kragarmregallager: Das Kragarmregallager besteht aus senkrechten Metallstützen, an denen die einzelnen Kragarme montiert sind, und wird zur liegenden Lagerung von Langgut, also beispielsweise Stangen und Platten, verwendet. Lager dieser Art haben einen hohen Platzbedarf und lassen sich nur in geringfügigem Maße automatisieren. Dafür ermöglicht es Einzelzugriffe auf die eingelagerten Güter.

Regallagerung Zusammenfassung - Definition & Erklärung

  • Ortsfeste Lagermethode.
  • Höherer Raumnutzungsgrad.
  • Einfach- oder mehrfachtiefe Lagerung möglich.
  • Verschiedene Varianten für unterschiedliche Ansprüche möglich.

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