Präferenz


Kurz & einfach erklärt:

Präferenz verständlich & knapp definiert

Haushalte konsumieren aus volkswirtschaftlicher Sicht immer die Güter, die ihnen den höchsten Nutzen stiften. Genau dieses Güterbündel wird letztlich als Präferenz bezeichnet.

Der unter anderem in der Volkswirtschaftslehre vorkommende Begriff der sogenannten Präferenz beschreibt die Möglichkeit des Vorzugs eines Gutes durch den Konsumenten. So kann dieser beispielsweise ein Gut A einem Gut B aus verschiedenen Gründen vorziehen. Ist das der Fall, besteht für Gut A eine Präferenz gegenüber Gut B. 


Die Gründe einer Präferenz können beispielsweise im Standort eines Gutes liegen, wobei dann von einer örtlichen Präferenz gesprochen wird. Resultiert sie aus individuellen und persönlichen Gründen, handelt es sich um eine persönliche Präferenz. 

Auch eine zeitliche Präferenz kann vorliegen. Dann, wenn die Präferenz beispielsweise aufgrund von Liefer- oder auch Annahmefristen der Güter entsteht.

Bestimmung der Präferenz bei Güterbündeln

In der Volkswirtschaftslehre kommt der Präferenz für bestimmte Alternativen ein hoher Stellenwert zu. Anschaulich gesprochen meint Präferenz generell, dass sich Wirtschaftssubjekte immer für die Alternative entscheiden, die ihnen den höchsten Nutzen stiftet. Ein Beispiel:

  • Ein Haushalt kann entweder Lebensmittel oder einen neuen Fernseher kaufen.
  • Lebensmittel befriedigen das Bedürfnis „Hunger“, der Fernseher sorgt für Unterhaltung.
  • Der Konsum von Lebensmitteln stiftet in diesem Fall den höheren Nutzen, weil die Konsumenten ohne Essen nicht überleben könnten.


Grundsätzlich würde gelten, dass Haushalte immer möglichst viele Güter konsumieren möchten. Allerdings kommt hier die sogenannte Budgetrestriktion ins Spiel, also das Einkommen des Haushalts. Durch diese Eingrenzung ist es überhaupt erst notwendig, eine Präferenz für ein bestimmtes Güterbündel zu bilden.

Für diese Entscheidung werden zunächst alle Güterbündel erfasst, die der Haushalt prinzipiell erwerben könnte. Um in einem abstrakten Beispiel zu bleiben, wären dies vor dem Hintergrund des Haushaltsbudgets etwa:

  • 1 Lebensmittel und 2 Fernseher
  • 2 Lebensmittel und 1 Fernseher
  • 0 Lebensmittel und 3 Fernseher
  • 3 Lebensmittel und 0 Fernseher


Betrachtet werden dabei immer nur die Güterbündel, die das Budget komplett aufbrauchen. Denn es gilt der Grundsatz: Mehr Güter stiften immer einen höheren Nutzen. Jetzt muss der Haushalt entscheiden, welches der Bündel er präferiert. Rein mathematisch gesehen wird hierzu eine Nutzenfunktion zugrunde gelegt, die anschließend maximiert wird.

Arten von Präferenzen

Grundsätzlich werden die Präferenzen von Wirtschaftssubjekten als gegeben angenommen, allerdings können externe Effekte das menschliche Verhalten beeinflussen:

  • Persönliche Präferenz: Beispielsweise wird Marke A als besser als Marke B empfunden, obwohl die Güter beider Unternehmen grundsätzlich gleich zu bewerten sind.
  • Räumliche Präferenz: Gut A befindet sich näher am Wohnort des Haushalts als Gut B, weshalb Gut A konsumiert wird.
  • Zeitliche Präferenz: Gut A kann schneller geliefert werden als Gut B, was zum Konsum von Gut A führt.

Präferenz – Definition & Erklärung – Zusammenfassung

  • Präferenz beschreibt den Vorzug eines Haushalts für ein bestimmtes Gut
  • Grundsätzlich konsumiert der Haushalt immer die Güter, die ihm den höchsten Nutzen stiften
  • Es ist zwischen persönlichen, räumlichen und zeitlichen Präferenzen zu unterscheiden


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