Passivkonto


Kurz & einfach erklärt:

Passivkonto verständlich & knapp definiert

Das Passivkonto ist ein Bestandskonto und beschreibt die Mittelherkunft. Es besteht aus einer Haben- und Soll- Seite, damit Zu- und Abgänge gebucht werden können.

Mit dem Begriff Passivkonto wird in der Betriebswirtschaftslehre ein Bestandskonto bezeichnet, das sich aus einer Unternehmensbilanz ableiten lässt und die Posten der Passivseite verzeichnet. Die Passivseite einer Bilanz beinhaltet alle Kapitalbestände – wie das Eigenkapital, jegliche Rückstellungen oder Verbindlichkeiten – und beschreibt stets die Kapitalherkunft. Die sich aus den verschiedenen Beständen ergebenden Passivkonten beinhaltet stets eine Haben- und eine Soll-Seite.

Passivkonto (T-Konto)
So sieht es aus - das Passivkonto

Aufbau eines Passivkontos

Das Passivkonto besteht immer aus einer Haben- und einer Soll-Seite. Auf der Haben-Seite werden sowohl der Anfangsbestand als auch alle Zugänge – das heißt jene Geschäftsvorfälle die den Bestand erhöhen – gebucht. Auf der Soll-Seite werden der Endbestand und jegliche Abgänge, also jene Geschäftsvorfälle die den Bestand verringern, gebucht. Das Passivkonto ist stets aus der Passivseite der Bilanz abgeleitet und beinhaltet nur Posten dieser Bilanzseite.

Im praktischen Beispiel sieht dies wie folgt aus:
Ein Bestandskonto, in dem gezeichnetes Kapital aus dem Eigenkapital (Passivposition) Buch geführt wird, ist ein Passivkonto. Beim Verkauf von Unternehmensanteilen im Wert von 2,0 Mio € wird dieses Kapital auf der Haben-Seite als Zugang verzeichnet. Werden Unternehmensanteile im Umfang von 1,0 Mio € von den vorher emittierten Aktien zurückgekauft, so gibt es eine Eintragung von 1,0 Mio €, die für den Rückkauf aufgewendet werden müssten, als Abgang auf der Soll-Seite.

Funktionen eines Passivkontos

Die Funktionen der Bestandskonten sind vergleichbar mit denen einer Unternehmensbilanz. Die Führung von Passivkonten dient beispielsweise der Dokumentation von Geschäftsaktivitäten. Wie aus dem praktischen Beispiel hervorgeht, können Buchungsvorgänge verschiedener geschäftlicher Prozesse dort erfasst und schriftlich festgehalten werden.

Darüber hinaus kann durch die Führung von Passivkonten eine Informationsauskunft über jene Geschäftsabwicklungen geben. Diese Informationen können dabei sowohl für unternehmensinterne Zwecke (Selbstinformation) als auch zur Benachrichtigung externer Quellen (Drittinformation) wie Lieferanten oder Kreditgeber verwendet werden.

Passivkonto – Definition & Erklärung – Zusammenfassung

  • Ein Bestandskonto, das sich aus der Passivseite einer Bilanz ableiten lässt
  • Besteht stets aus einer Haben- und Soll-Seite, um Zu- und Abgänge aus Geschäftsvorfällen buchen zu können
  • Dient der Dokumentation von Geschäftsaktivitäten und ermöglicht eine Informationsauskunft.

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