Passives Einkommen


Kurz & einfach erklärt:

Passives Einkommen verständlich & knapp definiert

Das passive Einkommen ist eine Sonderform der Einkommen, die zugleich als Gegenstück zum "aktiven Einkommen" bewertet wird. Bezeichnend für ein passives Einkommen ist der Umstand, dass das Einkommen langfristig und ohne unmittelbare(n) Aufwand/Zeitinvestition erzielt wird. Kurzfristig angelegte passive Einkommen existieren hingegen nicht, da diese der allgemeinen Bedeutung und der Sinngebung dahinter widersprechen würden.
notes Inhalte

Merkmale von einem passiven Einkommen

Passives Einkommen bietet finanzielle Freiheit
Um den Begriff "passives Einkommen" zu definieren, muss vor allem das dafür bezeichnende Adjektiv "passiv" einmal näher untersucht werden. Dieses bildet das Gegenstück zu dem Wort "aktiv". Ein "aktives Einkommen" wird als solches definiert, bei dem der Mensch eine gewisse Menge an Zeit aufbringt, während er zugleich für eben diese investierte Menge Zeit eine Rückvergütung erhält, folglich also ein Einkommen erzielt. Das klassische aktive Einkommen wird durch einen Job als Angestellter erzielt. Hier verkauft der Arbeitnehmer gewissermaßen einen Teil seiner Lebenszeit, für die er dann unmittelbar eine Vergütung erhält.

Das passive Einkommen als Gegenstück hierzu impliziert, dass kein fortlaufender Zeitaufwand mehr nötig ist, um dennoch noch ein Einkommen zu erzielen. Im Gegenzug bedeutet das aber nicht zwingend, dass nie Arbeit, Zeit oder Energie aufgewendet gehören, um eben die Weichen für dieses passive Einkommen zu legen. Es beschreibt lediglich den Umstand, dass kein direkter, unmittelbarer Tausch von Zeit hin zu Geld (Einkommen) mehr stattfindet. Deshalb spricht man im Volksmund auch gern vom "Geld verdienen beim Schlafen", wobei hierbei vernachlässigt wird, das zuvor bereits Arbeit und Energie in den Aufbau eines solchen passiven Einkommens investiert wurde.

Die Höhe oder Dauer sind bei einem passiven Einkommen nicht beschränkt. Es kann sich folglich um eine sehr kleine ebenso wie um eine sehr große Summe handeln. Da der Umstand, Arbeit und Energie zu investieren, um später passiv Geld zu verdienen, jedoch nur unter dem Mantel der Langfristigkeit Sinn macht, ist ein passives Einkommen ebenso längerfristig angelegt.

Praxisbeispiele und Erläuterungen zum passiven Einkommen

Passive Einkommen können sehr vielfältig sein. Ein klassisches Beispiel sind Mieterträge, die erzielt werden, wenn eine Wohnung oder ein Haus dauerhaft vermietet werden. In der Wirtschaft sind es außerdem vor allem Selbständige, Freiberufler und Unternehmer, die Gelegenheit dazu haben, ein passives Einkommen zu erzielen. Speziell seit dem digitalen und Internet-Zeitalter werden passive Einkommen immer auch wieder mit Webseiten, Werbeeinnahmen und Affiliate-Marketing in Verbindung gebracht. Als Beispiel könnte hier folgender Umstand dienen:

Webmaster/Unternehmer A baut sich eine Webseite über mehrere Jahre auf, die schließlich zum Marktführer in ihrem Segment wird. Fortan erzielt diese durch Partnerprogramme und Werbung dauerhaft Einnahmen, selbst wenn der Webmaster/Unternehmer nicht kontinuierlich Zeit in diese investiert.

Der Geldfluss wird also, nach einem initialen Aufwand, dauerhaft, automatisiert und folglich ohne eigenes Zutun für den Nutznießer generiert. Im Gegenzug impliziert das jedoch nicht, dass dieses passive Einkommen auch dauerhaft die identische Höhe umfasst. So ist durchaus denkbar, dass zu einem späteren Zeitpunkt oder generell sporadisch weiterer Aufwand in dieses Projekt und das Einkommen investiert wird, um in den Folgemonaten und Folgejahren wiederum ein höheres Einkommen als bis dato zu erschließen.

Zusammenfassung: "Passives Einkommen"

  • eine Form des Einkommens, welche Geldfluss ohne den unmittelbar stattfindenden Tausch von Zeit/Arbeit hin zu Einkommen ermöglicht
  • entsteht im Regelfall durch eine anfängliche Investition und/oder einen initialen Aufwand
  • ist immer langfristig angelegt und erzeugt automatisierte Geldströme
  • ist in seiner Höhe nicht dauerhaft identisch, unterliegt also Schwankungen und kann auch komplett zum Erliegen kommen
  • aus steuerlicher Sicht macht es keinen Unterschied, ob ein Einkommen passiv oder aktiv erzeugt wird, wohl aber um welche juristische Form des Einkommens es sich handelt


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