Passiva


Kurz & einfach erklärt:

Passiva verständlich & knapp definiert

Auf der Seite der Passiva ist die Mittelherkunft der finanzierten Aktiva zu erkennen. Insbesondere ist hier zwischen Fremdkapital und Eigenkapital zu unterscheiden.

Die Passiva werden auf der rechten Seite der Bilanz ausgewiesen und stellen dar, aus welchen Quellen das Vermögen des Unternehmens (Aktiva) stammt. Insbesondere werden hier Eigenkapital und Fremdkapital ausgewiesen und näher beschrieben.

Bilanzposten der Passiva

Als Passiva werden grundsätzlich alle Aspekte der Bilanz bezeichnet, die die Mittelherkunft beschreiben. Konkret ist hier zunächst zwischen Eigenkapital und Fremdkapital zu unterscheiden. Beides sind unterschiedliche Finanzierungsquellen, die von Unternehmen genutzt werden können. Dabei wird das Eigenkapital in verschiedene Aspekte untergliedert wie etwa die Kapitalrücklage, die Gewinnrücklage und das gezeichnete Kapital.

Auch beim Fremdkapital werden auf der Passiva-Seite weitere Unterscheidungen getroffen, die vor allem bei den Verbindlichkeiten deutlich werden. Hier wird in der Bilanz etwa ausgewiesen, welcher Teil des Fremdkapitals aus der Aufnahme von Krediten oder der Emission von Anleihen stammt. Komplettiert wird die Passiva-Seite durch die Auflistung von Rückstellungen, Rechnungsabgrenzungsposten und weitere Posten, wobei letztere nur in besonderen Fällen entstehen.

Aktiva und Passiva – Unterschied zwischen den beiden Bilanzseiten

Die Höhe von Aktiva und Passiva müssen exakt übereinstimmen. Schließlich gibt die Passivseite einer Bilanz immer an, woraus sich die erworbenen Aktiva konkret finanzieren. Auf der Aktivseite könnte beispielsweise ein Wert von 100 Millionen Euro für das Anlagevermögen, also langfristig nutzbare Güter wie Maschinen, ausgewiesen sein. Auf der Passivseite erhält der Betrachter der Bilanz dann die Information, dass das Eigenkapital bei 55 Millionen Euro liegt und die Verbindlichkeiten gegenüber Banken bei 45 Millionen Euro.

Vereinfacht gesprochen wurden die Maschinen also zu 45% aus Eigenkapital und zu 55% aus Fremdkapital finanziert. Eine so eindeutige Zuordnung ist jedoch nicht immer möglich, weil sich in der Regel zahlreiche Posten auf beiden Bilanzseiten befinden. Generell lassen sich aber immer Rückschlüsse auf die Finanzierungsstruktur eines Unternehmens ziehen, wenn die Passivseite intensiv analysiert wird.

Passiva – Definition & Erklärung – Zusammenfassung

  • Die Passiva geben die Mittelherkunft des finanzierten Anlagevermögens an
  • Ausgewiesen werden dabei Eigenkapital, Verbindlichkeiten (Fremdkapital), Rückstellungen und Rechungsabgrenzungsposten
  • Im Gegensatz dazu gibt die Aktivseite der Bilanz an, wofür die Mittel konkret verwendet worden sind


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