Nutzungsrechte

Kurz & einfach erklärt:

Nutzungsrechte verständlich & knapp definiert

Wird jemandem das Nutzungsrecht an einer Sache, dem geistigen Eigentum, Entwicklungen oder Erfindungen übergeben, hat dieser die Erlaubnis, Betreffendes zu nutzen. Ein Nutzungsrecht ist meist zeitlich und zahlenmäßig begrenzt und kann im Falle der Ausgrenzung anderer auch ein ausschließliches Recht sein.

Bei Nutzungsrechten handelt es sich um eine oftmals zeitlich, räumlich oder stückzahlenmäßig exakt beschriebene Nutzungserlaubnis meist für einen immateriellen Vermögensgegenstand. Im Zeitalter des steigenden Anteils an IT- und Dienstleistungen an der volkswirtschaflichen Wertschöpfung haben Nutzungsrechte bzw. auch der Schutz des geistigen Eigentums von Unternehmen eine steigende Bedeutung.

Im internationalen Handel führt die Haltung der Volksrepublik China insbesondere im Hinblick auf das Kopieren bzw. Nachahmen von physischen Produkten und auch immateriellen Gütern immer wieder zu Verwerfungen.

Nutzungsrechte als Wegbereiter für unterschiedliche Geschäftsmodelle

Nutzungsrechte können auf ganz unterschiedliche Art und Weise eingeräumt werden: 

  • Ausschließliches Nutzungsrecht in einem bestimmten Distributionsgebiet: Markennamen, Softwarenutzung oder ähnliches werden hierbei vom ursprünglichen Ersteller an einen Wiederverkäufer weitergegeben. Dank eines Geschäftssitzes im Zielland und Kenntnis der lokalen Gepflogennheiten kann er die Verwertung wesentlich effizienter übernehmen. Zudem besteht zwischen ihm und den gewerblichen oder privaten Endkunden keine Sprachbarriere mehr. Nur diese Vermarktungsagentur darf im Gebiet dann beispielsweise Lizenzen für Filmfiguren, Abbildungen und ähnliches weitervergeben. 
  • Berechnung des Nutzungsrechtes nach Stückzahl: Insbesondere bei geographisch geschützten Herkunftsbezeichnungen kann es durchaus sein, dass Genossenschaften oder ähnliche Vermarktungsgemeinschaften ein zusätzliches Herkunftslogo einsetzen. Dieses Siegel wird dann auf einem fälschungssicheren Papier, Hologrammstreifen oder ähnlichem ausgegeben. Dieses fälschungssichere Merkmal sorgt dafür, dass das Vertrauen des Kunden in das Markenprodukt steigt und die Preisbereitschaft höher sind.
  • Nutzungsrechte für Markennamen, Design, Auftritt eines Unternehmens oder auch die gesamte Leistungserbringung können auch ein solides Fundament für eine Geschäftsbeziehung sein. Im Rahmen des Franchising  stellt der Franchisegeber Nutzungsrechte und einiges mehr, im Gegenzug bekommt der Unternehmensgründer Zugriff auf ein bereits erprobtes Geschäftsmodell. 

Meist Vertragsfreiheit für Abschluß und Berechnung der Nutzungsrechte

In den meisten Fällen wird der Vertrag für die Nutzungsrechte zwischen dem Rechteinhaber und dem Verwender geschlossen. Meist geschieht dies aufgrund standardisierter Verträge - wie es bei Softwarelizenzen der Fall ist. In einigen Branchen - wie in der Musikindustrie in Deutschland oder auch bei Markenrechten der Bundesliga - gibt es eine zentrale Vermarktungsinstanz. Obwohl diese Praxis durchaus umstritten sein kann, hat sie sich in vielen Fällen eingebürgert.

Zusammenfassend kann über die Nutzungsrechte gesagt werden:

 

  • Sie regeln meist die Nutzung von Software, Markennamen, Design oder anderen nicht materiellen Wirtschaftsgütern
  • Anders als bei einem Kauf von Investitionsgütern haben die Verträge über Nutzungsrechte meist eine sehr starke Zeitkomponente
  • Ihre Bedeutung ist in den letzten Jahren enorm gestiegen. Der Anteil der Nutzungsrechte bzw. Lizenzen am Bruttosozialprodukt ist auch ein Kriterium für die Fortschrittlichkeit einer Volkswirtschaft.

 

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