Maslowsche Pyramide


Kurz & einfach erklärt:

Maslowsche Pyramide verständlich & knapp definiert

Bei der Maslowschen Pyramide handelt es sich um eine hierarchische Anordnung der menschlichen Bedürfnisse. Die fünf Stufen sind: 1. Physiologische Grundbedürfnisse, 2. Sicherheitsbedürfnis, 3. Soziale Bedürfnisse, 4. Bedürfnis nach Wertschätzung und Selbstachtung, 5. Bedürfnis nach Selbstverwirklichung. Das Bedürfnis nach Selbstverwirklichung steht an der Spitze der Pyramide.
notes Inhalte

Bei der Maslowschen Pyramide (englisch: maslow's needs hierarchy theory) handelt es sich um eine kognitive Motivationstheorie. Sie beschreibt die hierarchische Ordnung menschlicher Bedürfnisse. Der amerikanische Psychologe Abraham Maslow (1908-1970) publizierte 1943 die ersten Ideen zu diesem Modell: "A Theory of Human Motivation im Psychological Review".

Maslowsche Pyramide
Maslowsche (Bedürfnis-) Pyramide

Was beinhaltet die Maslowsche Pyramide?

Bedürfnisse werden fünf Kategorien zugeordnet und bezüglich ihrer Priorität in Form einer Pyramide rangiert. Basis stellen die physiologischen Grundbedürfnisse dar. An der Spitze steht das Bedürfnis nach Selbstverwirklichung.


Die fünf aufeinander aufbauenden Stufen der Pyramide sind im Einzelnen:

Basis stellen die physiologischen Grundbedürfnisse dar. An der Spitze steht das Bedürfnis nach Selbstverwirklichung.

  1. Physiologische Grundbedürfnis
  2. Sicherheitsbedürfnis
  3. Soziales Bedürfnis
  4. Bedürfnis nach Wertschätzung und Selbstachtung
  5. Bedürfnis nach Selbstverwirklichung


Die ersten vier Kategorien werden zu Defizitbedürfnissen (Mangelbedürfnisse) zusammengefasst. Wesentliches Merkmal ist, dass die Nichtbefriedigung zu Störungen führen kann. Die vierte und die letzte Stufe werden dem Wachstumsbedürfnis (unstillbares Bedürfnis) zugeordnet, das faktisch nie befriedigt werden kann.

Basis stellen die physiologischen Grundbedürfnisse dar. An der Spitze steht das Bedürfnis nach Selbstverwirklichung.

 


Ein weiterer Aspekt des Konzepts betrifft den Zusammenhang zwischen Bedürfnis (Verlangen, einen tatsächlichen oder empfundenen Mangel zu beheben) und dem Motiv, das die Richtung, Dauer sowie die Intensität des Handelns definiert. Die motivierende Kraft eines Bedürfnisses sinkt mit zunehmender Befriedigung. Höherrangige Bedürfnisse erweisen sich erst als verhaltensbestimmend, wenn die untergeordneten befriedigt sind (Dringlichkeitsordnung).

Anwendung:

Das Identifizieren von Motivationen spielt in den Wirtschafts- und Kommunikationswissenschaften für die Gestaltung von Anreizsystemen eine wesentliche Rolle. In der Wirtschaft stellt das Bedürfnis den Auslöser für wirtschaftliches Handeln dar und wird auf diese Weise zum Bedarf. In Verbindung mit vorhandener Kaufkraft am Markt entwickelt sich aus dem Bedarf Nachfrage. Im Marketing dienen die Kenntnisse der Entwicklung geeigneter Strategien für den Verkauf von Produkten. In der Werbung wird das Modell auch manipulativ angewendet.

Kritik an dem Konzept

Die Theorie berücksichtigt nicht Sozialisierungsprozesse. Sie orientiert sich an westlichem Statusdenken, ist individualistisch und weniger kollektivistisch ausgerichtet. Die Stufeneinteilung ist nicht allgemeingültig. Sie lässt kulturelle Prägung und persönliche Überzeugungen außer Acht. Die Bedürfniskategorien lassen sich nicht eindeutig voneinander abgrenzen. Die Aussage, dass erst nach Befriedigung unterer Bedürfnisse höhere aktiviert werden, scheint widerlegbar (beispielsweise durch mittellose Menschen aus der Kunst, die an ihrer Selbstverwirklichung arbeiten).

Maslowsche Pyramide - auf einem Blick

  • Die Anordnung der Bedürfnisse erfolgt hierarchisch als Pyramid
  • Basis: Physiologische Bedürfnisse
  • Spitze: Selbstverwirklichung
  • Es werden Defizit- und Wachstumsbedürfnisse unterschieden.
  • Das Modell stellt den Zusammenhang zwischen Inhalt, Form und Wirkung von Motiven dar.


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