Lieferfähigkeit


Kurz & einfach erklärt:

Lieferfähigkeit verständlich & knapp definiert

Die Lieferfähigkeit drückt aus, inwieweit Unternehmen Termine nach Kundenwunsch zusagen oder eigene Lieferfristen realisieren können. Die prozentuale Quote gibt an, in welchem Ausmaß sie die Kunden zufriedenstellen.
notes Inhalte

Die Lieferfähigkeit ist ein Begriff aus der Logistik, für den es unterschiedliche Definitionen gibt. Grundsätzlich bezeichnet er die Fähigkeit, in der anvisierten Zeit die Kunden mit den bestellten Waren zu beliefern. Diese Lieferfähigkeit lässt sich auch bei Dienstleistungen messen.

Zwei konkrete Definitionen:

  • Lieferfähigkeit kann bedeuten, mit welchem prozentualen Anteil Unternehmen einen vom Kunden gewünschten Liefertermin zusagen können. Hier legen die Kunden autonom den Termin fest, die Firmen haben darauf keinen Einfluss. Die Lieferfähigkeit berechnet sich mit folgender Formel: Anzahl der Bestellungen, bei denen der Betrieb eine Zusage zum Wunschtermin erteilt, dividiert durch die Gesamtzahl der Bestellungen. Können Unternehmen sämtlichen Terminwünschen nachkommen, liegt die Quote der Lieferfähigkeit bei 100 %. Es erweist sich bei der Berechnung als sinnvoll, kurzfristige, nicht zu realisierende Terminanfragen auszuschließen. Sie würden die Aussagekraft der Statistik reduzieren.
  • Einige setzen Lieferfähigkeit dagegen mit Lieferbereitschaft gleich. In diesem Fall kommt es nicht auf die Zusagen an, sondern auf die tatsächliche Ausführung. Zudem legen Firmen die Lieferfrist selbst fest. Ein Onlineshop verspricht zum Beispiel, dass er Artikel innerhalb von 24 Stunden versendet. Den Lieferbereitschaftsgrad errechnen die Verantwortlichen, indem sie die innerhalb dieser Frist ausgeführten Bestellungen durch sämtliche Bestellungen dividieren. Teillieferungen zählen hierbei nicht, es gelten nur vollständig ausgeführte Lieferungen.

Effekt auf die Kundenzufriedenheit

Die Lieferfähigkeit beeinflusst die Kundenzufriedenheit. Beantworten Unternehmen Terminwünsche nicht positiv, verlieren sie potenzielle Neukunden und Bestandskunden. Gravierender wirkt sich ein niedriger Lieferbereitschaftsgrad aus: Halten Firmen Lieferfristen nicht ein, verärgern sie Kunden mit einem gebrochenen Versprechen. Der negative Effekt liegt besonders hoch, wenn die Abnehmer die Ware dringend benötigen. Die Lieferfähigkeit stellt aber nur ein Element des Lieferservice und damit ein Faktor der Kundenzufriedenheit dar. Beachtung verdient auch die Lieferbeschaffenheit, unter anderem die Vollständigkeit und Richtigkeit der Lieferung sowie der einwandfreie Zustand der Produkte.

Lieferfähigkeit und Lagerhalterung

Es existiert ein Spannungsverhältnis zwischen der Lieferfähigkeit und dem Aufwand für die Lagerung. Wollen Unternehmen einen hohen Lieferbereitschaftsgrad erreichen, müssen sie einen ausreichenden Sicherheitsbestand bevorraten. Das raubt Lagerplatz und verursacht Kosten. Deswegen nehmen einige Firmen einen Lieferbereitschaftsgrad von unter 100 % in Kauf.

Lieferfähigkeit - Zusammenfassung:

  • Kennzahl in der Logistik
  • kann sich auf Terminzusage oder eingehaltene Lieferfrist beziehen
  • wirkt sich auf Kundenzufriedenheit aus


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