Kapitalumschlag


Kurz & einfach erklärt:

Kapitalumschlag verständlich & knapp definiert

Verhältnis von Umsatz zu Gesamtkapital. Zeigt an, wie viel Umsatz mit einer bestimmten Menge an Kapital erwirtschaftet wurde.
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Der Kapitalumschlag ist eine betriebswirtschaftliche Kennzahl, die das Verhältnis von Umsatz zu Eigen- bzw. Gesamtkapital widerspiegelt. Sie gibt an, wie viel Umsatz gemessen in Geldeinheiten (z. B. Euro) mit einer Geldeinheit Eigen- oder Gesamtkapital erwirtschaftet wurde. Die Formel lautet demnach: Kapitalumschlag = Umsatz / Gesamt- oder Eigenkapital


Bedeutung des Kapitalumschlags


Der Kapitalumschlag stellt dar, wie häufig das Gesamt- oder Eigenkapital über den Umsatz umgeschlagen wird. Je höher also der Kapitalumschlag ausfällt, desto besser auch die Rendite, die das Unternehmen erwirtschaftet. Erzielt ein Unternehmen beispielsweise einen Kapitalumschlag von 3 Euro, bedeutet dies, dass mit jedem eingesetzten Euro 3 Euro erwirtschaftet wurde. Unternehmen sind dementsprechend danach bestrebt, diese Kennzahl von Jahr zu Jahr zu verbessern.


Die Bezugsgrößen


Als Umsatz werden die in der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) ausgewiesenen Umsatzerlöse bezeichnet. Er entspricht somit der Summe der in einer Periode (z. B. Geschäftsjahr oder Quartal) verkauften und in Geldeinheiten bewerteten Leistungen des Unternehmens.

Das Gesamtkapital setzt sich aus Eigen- und Fremdkapital zusammen und entspricht somit im Wesentlichen der Bilanzsumme. Als Bezugsgröße zur Berechnung des Kapitalumschlags wird üblicherweise das durchschnittliche Gesamtkapital herangezogen.

Verbesserung des Kapitalumschlags


Unternehmen bieten sich diverse Möglichkeiten, den Kapitalumschlag zu verbessern. Eine besteht beispielsweise darin, die Vorratsbestände zu optimieren. Vorbehaltlich eines gleichbleibenden Umsatzes verringert sich somit die Höhe des eingesetzten Kapitals, was wiederum zu einer Verbesserung der Kapitalumschlagshäufigkeit führt. Auf die oben genannte Formel bezogen: Der Nenner verkleinert sich, während der Zähler konstant bleibt. Eine weitere Möglichkeit besteht in der Optimierung des Forderungsmanagements. Kürzere Zahlungsziele und ein strengeres Mahnwesen können dazu führen, Außenstände zu senken.


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