Intralogistik

Kurz & einfach erklärt:

Intralogistik verständlich & knapp definiert

Die Intralogistik bedeutet die Planung, Steuerung und Realisierung aller Warenflüsse innerhalb eines Unternehmens. Der Begriff stellt eine Abgrenzung zur Logistik dar, die Warenströme außerhalb der Betriebe bezeichnet. Zur Intralogistik gehören Fördersysteme; Kommissionier- und Sortiersysteme und die dazugehörige Software.

Fördertechnik

Alles zum Thema Intralogistik erklärt
Eine Kernfunktion der Intralogistik ist die Fördertechnik. Mithilfe der Förderlogistik gelangen die gefertigten Waren in die Lieferkette, die zum Endverbraucher führt. Seit Mitte des 20. Jahrhunderts erfolgte eine zunehmende Automatisierung der Warenlagerung durch Einführung automatisierten Hochregallager- und Warenverteilsysteme. Vereinzelt gibt es aber auch noch manuelle Warenlagerung- und entnahme. Die Förderlogistik ist eine stark wachsende Branche. Im Jahr 2017 wurden 15 Millionen EUR im Jahr umgesetzt, mit steigender Tendenz. Rund 75 Prozent des Umsatzes wurden im Ausland erzielt. Die Anforderungen an die Förderlogistik ändern sich ständig, denn sie müssen an das Verhalten des Endkunden angepasst werden. Zunehmend werden Waren im Internet bestellt und per Paket an die Kunden geliefert. Das bedeutet, dass immer wieder neue Softwarelösungen erarbeitet werden müssen.

Optimale Lager- und Zwischenlagerkapazitäten müssen geschaffen werden. Die Unternehmen streben danach, immer schnellere Abläufe zu installieren.

Lagerlösungen und Behältersysteme

Besondere Wichtigkeit in der Intralogistik haben sowohl intelligente Lagerlösungen als auch Behältersysteme. Lagersysteme sollen langfristig angelegt sein und einen hohen Anspruch in den Abläufen verfolgen. Gleichzeitig sollen sie eine leichte Handhabung durch die Mitarbeiter gewährleisten. Dabei sollen sie ergonomisch sein, um die Gesundheit der Mitarbeiter nicht zu belasten. Behältersysteme können Kommissionierbehälter, Stapelbehälter, Kleinteile- und Mehrwegbehälter sein. Besondere Herausforderungen stellen auch Stückgut und Großgut an die die Lagerhaltung.

Warenwirtschaftssysteme

Warenwirtschaftssysteme und ihre Bedienbarkeit sind von großer Bedeutung. Mit ihnen werden Lagerbestände, Warenein- und ausgang reguliert und erfasst. Diese Warenwirtschaftssysteme müssen verständlich aufbereitet sein, damit sie auch von unerfahrenen Mitarbeitern bedient werden können. Da in der Intralogistik Effizienz ein großes Thema ist, muss auch gewährleistet sein, dass die Einarbeitung der Mitarbeiter schnell und kostengünstig verläuft.

Ökologie und Nachhaltigkeit in der Intralogistik

Gleichzeitig soll möglichst viel Energie und Material eingespart werden, um die Umwelt nicht unnötig zu belasten und um Kosten zu sparen. Damit ist die Intralogistik ein Forschungsgegenstand von Logistikwissenschaftlern geworden. Viele Unternehmen setzen zunehmend auf die Recyclebarkeit der Materialien, die sie für ihre Transportsysteme verwenden. Energieeinsparung ist u.a. bei Regalbedienmaschinen ein Thema: Die großen Energiemengen, die diese Maschinen verbrauchen, werden beim Abbremsen als Wärme freigesetzt. Um diese verloren gegangene Energie zurückzugewinnen, wurden Energierückspeisemodule entwickelt, die die Wärmeentwicklung verhindern und die Bewegungsenergie in elektrischen Strom umwandeln.

Im Bereich Kommissionierung von trockenen Lebensmitteln wird zunehmend mit Papier gearbeitet, um Plastikmüll zu vermeiden.

Zusammenfassung

  • Intralogistik bezeichnet die Warenströme und ihre Realsierung in einem Unternehmen.
  • Effiziente Lagerhaltung ist eine große Herausforderung an Betriebe.
  • Warenwirtschaftssysteme müssen leicht bedienbar und gut vermittelbar sein.
  • Ökologie und Nachhaltigkeit sind zukunftsrelevante Themen in der Intralogistik.

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Themen: Logistik

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