Die Kryptowährung WAVES erklärt

WAVES ist eine dezentralisierte Blockchain, auf der eigene Blockchain Tokens (also eigene Kryptowährungen und ICOs) entwickelt werden können. Es dient somit als einfach zu bedienende Anlaufstelle für ICOs, da neue Kryptowährungen dort binnen weniger Minuten entworfen werden können. Durch den momentanen Run auf Kryptowährungen und die Vielzahl der ICOs, ist das natürlich nicht uninteressant.
Kryptwährungen wie WAVES  und Bitcoin
WAVES, Bitcoin & Co



Ferner soll WAVES auch als dezentralisierte Börse für Kryptowährungen mit Gateways für Austausch in echte Währungen (US Dollar, Euro usw.) etabliert werden. Das Ganze soll sich WaveDex nennen. Der Ansatz einer dezentralisierten Börse klingt interessant. Nicht zuletzt weil traditionelle Börsen, wie bspw. Bitfinex oder das Mt. Gox Debakel, in der Vergangenheit schon erfolgreich von Hackern angegriffen wurde. Dabei gingen zig bis hunderte Millionen von Einlagen verloren!

WAVES ist überdies die native Währung der gleichnamigen Blockchain. Es gibt WAVES somit als die soeben beschriebene Blockchain als auch als dazugehörige Kryptowährung.

Laut eigenen Angaben stemmt WAVES 1000 Transaktionen in der Sekunde. Als Konsens Algorithmus dient der sogenannte “Leased Proof of Stake“. Dieser stellt sich knapp erklärt wie folgt dar: In der WAVES Blockchain werden sogenannte Lightweight Nodes und Full Nodes voneinander unterschieden.

Letztere grenzen sich dadurch von Ersteren ab, dass sie die gesamte Blockchain (in Form eines Clients) gespeichert haben. Damit auch Leute mit kleineren Rechnern an der Wertschöpfung durch Staking teilhaben können, steht es diesen Lightweight Nodes offen, ihren Kontostand virtuell an Full Nodes, die die nötige Rechenpower haben, zu vermieten.

Dadurch steigern die Full Nodes künstlich ihren Kontostand und haben eine bessere Chancen, dass sie mit Rechenprozessen betraut werden. Dafür erhalten die Lightweight Nodes dann ihrerseits ebenso einen Anteil an den neu emittierten Emissionen und Gebühren.

Das Potential der WAVES Plattform gestattet unter anderem:

  • Crowdfunding
  • Dezentralisierte Finanzinstrumente
  • Die theoretische Möglichkeit, lokale, zweckgebundene oder nationale Kryptowährungen zu entwerfen


Derzeit arbeitet man bei WAVES noch an einem Smart Contracts Modell. Somit ist WAVES eigentlich ein direkter Konkurrent von Baukasten System wie Ethereum, NEO, NEM und Lisk, wird aber nur eingeschränkt so wahrgenommen. Was je nach Marktentwicklung gut oder schlecht sein kann.

WAVES ist im russischen Markt verwurzelt (ähnlich wie NEM in Japan, NEO in China usw.). Alle
100 Millionen Tokens sind premined und existieren bereits seit Anbeginn von WAVES.

Wo kann man WAVES erwerben?

WAVES lassen sich auf vielen der größten Krypto-Börsen kaufen, wobei der Verbreitungsgrad aber nicht ganz so groß ist, wie bei anderen, etablierten Kryptowährungen. Im Allgemeinen wird es notwendig sein, den Umweg über eine etablierte Kryptowährung zu gehen, die man für Fiatgeld erstehen kann und diese dann anschließend in WAVES umzutauschen. Diese Umstandskrämerei ist derzeit leider noch bei vielen Altcoins notwendig.


Akzeptanz von WAVES

Da WAVES selber nicht als konventionelle Kryptowährung angelegt sind, sondern viel mehr als universale Transferwährung in einem dezentralisierten Börsen-Umfeld, ist die Frage nach kommerzieller Akzeptanz hinfällig …. und auch nicht wirklich wichtig. Zugang zu WAVES wurde mitunter in Microsofts “Azure“ (ein Cloud Service) implementiert. WAVES ist außerdem Partnerschaften mit russischen Finanzdienstleistern und der Moskauer Börse eingegangen und setzt sich für eine Regulierung des spekulativen Blockchain Marktes ein.

WAVES als CFD

Differenzialkontrakte auf WAVES werden derzeit von keinem führenden CFD Broker angeboten.

Bewertung der bisherigen Entwicklung von WAVES

Entwicklung vom WAVES
WAVES bringt ein paar interessante Ideen auf den Tisch und hat mit Microsoft und russischen Dienstleistern und Institutionen aus dem Finanzsektor sicherlich beachtliche Partnerschaften im Rücken. Allerdings ist eine dezentralisierte Krypto-Börse so eine Sache, bei der man wahrhaft nur darüber spekulieren kann, wie gefragt sie eigentlich ist. Denn virtuelle Währungen, deren Wert in echten Währungen beziffert wird, jetzt auch noch auf einer virtuellen Börse zu handeln, die selber eine Blockchain ist …. das wird vielen dann wahrscheinlich abstrakter, als es ihnen lieb ist. Vor allem setzt es eine sehr gute bis hervorragende Skalierung voraus. Schließlich würde eine Verlangsamung an der dezentralisierten Krypto-Börse auch den Handel aller Tokens entschleunigen und Verwerfungen für alle daran hängenden Unternehmen bzw. Blockchains nach sich ziehen.

WAVES Clients sind bislang auch nicht sehr benutzerfreundlich. Das schreckt dann nur umso mehr ab, wenn man es mit den konventionellen Krypto-Börsen vergleicht, die viel Funktionalität bieten und wesentlich selbsterklärender sind. Ob sich dafür ein großes Publikum findet, darf also bezweifelt werden. Zumal eine dezentralisierte Börse auch zwangsläufig eine unregulierte Börse ist, da sie keiner nationalen Rechtsprechung unterliegen kann.

Dass sich ICOs quasi in Windeseile auf der WAVES Plattform erstellen lassen, ist sicher angenehm. Jedoch wissen alle ambitionierten und ernsthaften Entwickler, dass nicht die nativen Tokens bzw. Kryptowährungen sondern die zugrundeliegenden Blockchains (langfristig betrachtet) interessant sind. Entsprechend sind die meisten seriösen Entwickler von ICOs und Blockchain Technologie sehr darauf bedacht, autarke Systeme, die zukunftsweisend sind, zu kreieren und zu etablieren. Ihre Durchsetzungsfähigkeit hängt davon ab. Das unter dem Dach einer übergeordneten Blockchain samt dezentralisierter Börse zu tun, widerspricht diesem Gedanken. Zumal viele ICOs nichts weiter sind, als billige Touren, um schnell an Geld zu kommen und den Krypto Hype zu melken. Eine so einfache Token Kreation, wie sie in WAVES erlaubt wird, lockt wahrscheinlich auch entsprechende Naturen an. Was wiederum negativ auf WAVES abfärben könnte, da sie ja auch daran verdienen.

Allerdings sollte man abwarten, welche Möglichkeiten WAVES bietet, sobald erst einmal smarte Applikationen über WAVES möglich sind. Dann könnte durchaus ein interessanter Blockchain Anbieter daraus werden.


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Eckdaten zu WAVES im Überblick


  • Seit wann am Markt: 2016
  • Wer steht dahinter: Alexander Ivanov
  • Generelle Preisentwicklung bisher: Derzeit knapp vier Euro. Lag zum Höhepunkt des Bullenmarktes um die 15 Euro. Die Kurkorrektur nach unten hält derzeit an, hat sich aber zuletzt, wie bei den meisten Kryptowährungen, entschleunigt.
  • Marktkapitalisierung: ca. 350 Mio. Euro
  • Besonderheiten: Starke Partnerschaften und interessante Ansätze. Trotz russischer Wurzeln eine sehr internationale Community. Steckt in vielerlei Hinsicht noch in den Kinderschuhen.

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