Vollbeschäftigung / hoher Beschäftigungsgrad

Ein Ziel des magischen Vierecks ist die Vollbeschäftigung bzw. ein möglichst hoher Beschäftigungsgrad. Natürlich ist jede Gesellschaft danach bestrebt, so viele Erwerbstätige zu haben, wie eben möglich. Messen kann man den Beschäftigungsstand eines Staates mithilfe der Arbeitslosenquote (=Indikator).

Diese befindet sich in Deutschland seit den 1970er Jahren auf einem recht hohen und auch steigenden Niveau. Bis in die 1960er Jahre herrschte in der Bundesrepublik Deutschland Vollbeschäftigung. Übrigens: Die Arbeitslosenquote in Deutschland lag in den 1920er Jahren zwischenzeitlich bei etwa 14 Prozent. Grund war damals die schwere Wirtschaftskrise in den USA.

Formel zur Errechnung der Arbeitslosenquote:

Arbeitslosenquote = Zahl der registrierten Arbeitslosen x 100 /( Zahl der zivilen Erwerbstätigen + nicht registrierte Arbeitslose)  

Idealzustand Vollbeschäftigung

Von Vollbeschäftigung spricht man üblicherweise dann, wenn die Arbeitslosenquote weniger als drei Prozent beträgt. Ein gewisser Prozentsatz von Arbeitslosen ist nämlich auch unter optimalen wirtschaftlichen Bedingungen nicht zu vermeiden. Gründe dafür kann zum Beispiel die saisonale Arbeitslosigkeit sein. So fällt ein arbeitsloser Maurer im Winter – sofern er während der Saison in einem Beschäftigungsverhältnis war – unter saisonaler Arbeitslosigkeit.


Ein weiterer Aspekt, warum die optimale wirtschaftliche Situation eine Vollbeschäftigung ist (Arbeitslosenquote > 3 Prozent), ist die freiwillige Arbeitslosigkeit. Schließlich gibt es auch Menschen, die eigentlich körperlich und geistig dazu in der Lage wären zu arbeiten, praktisch gesehen aber einfach keine Motivation haben, arbeiten zu gehen.

Warum gilt schon die 3-Prozent-Grenze als Vollbeschäftigung?

  •    Weil saisonale Arbeitslosigkeit nicht verhinderbar ist
  •     Weil freiwillige Arbeitslosigkeit nicht verhinderbar ist
  •     Weil friktionelle Arbeitslosigkeit nicht verhinderbar ist


Das Ziel des Staates ist natürlich eine möglichst niedrige Arbeitslosenquote. Warum? Ganz einfach: Weil dann weniger Unterstützungszahlungen (zum Beispiel Arbeitslosengeld) gezahlt werden muss und im Gegenzug zum Beispiel durch Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen mehr eingenommen wird. 

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